Kapitalismuskritik reloaded

Übernommen von der Website der Linksjugend [’solid] Berlin

Wir sind Zeugen der vermutlich größten Finanzkrise, die die Menschheit je erlebt hat. Und diese Krise hat inzwischen auch Deutschland erreicht. Auslöser waren faule Immobilienkredite in den USA. Die eigentliche Ursache aber ist im System selbst begründet: Seit 20 Jahren ist das internationale Finanzsystem dereguliert worden. Unvorstellbare Geldmengen wurden seitdem tagtäglich über den Globus gejagt, abgekoppelt von der Realwirtschaft, auf der Suche nach immer mehr Profit. Soll heißen: Spekulationsblasen entstanden in Wirtschaftsbereichen, in die massenhaft investiert wurde, für die aber kein entsprechender Gegenwert vorhanden war. Wenn diese Blasen jetzt platzten, kommt es zu monströsen Krisen, bei denen Unternehmen mit ihren Belegschaften in den Konkurs und ganze Volkswirtschaften in die Armut getrieben werden. Der Skandal besteht jetzt darin, dass für die Verluste, die steinreiche Banker und Spekulanten zu verantworten haben, die lohnabhängige Bevölkerung gerade stehen soll. Während die Sozial- und Bildungssysteme ausgetrocknet werden und sich die Regierung gegen jede noch so kleine Hartz-IV-Aufbesserung sperrt, sitzt das Geld locker, wenn es um Staatsgarantien und Risikoabschirmungen für den Casino-Kapitalismus geht.

Auf unserem alternativen Krisengipfel wollen wir uns über linke Antworten auf den Finanz-Crash und über grundsätzliche Alternativen und Lösungsstrategien austauschen. Geplant sind Inputs von linken Akteuren und Think Tanks, Foren zu Gegenstrategien und Plena zu weiteren Aktionsmöglichkeiten.

Der Gipfel findet am Sonntag, dem 2. November im Festraum Stressemannstraße 66 10963 Berlin ab 14.00 Uhr statt.

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