Archiv für Dezember 2008

Frohes neues Jahr 2009 …

Liebe Genoss_innen, Sympathisant_innen und sonstige Besucher_innen dieser Seite,

Während 2008 geprägt war von vielen Ereignissen, wie die Fußball-EM und die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. Wir haben wir uns mit unserer lokalen Arbeit gegen den Faschismus befasst. Dies werden wir auch im kommenden Jahr fortführen.

Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr 2009 wünschen wir euch.

Linksjugend [’solid] Pankow

Aufmucken gegen Rechts – Antifa wird immer lauter!

Hallo Leute,

lange wurden die Ergebnisse erwartet, und hier sind sie nun öffentlich einsehbar.

Wir möchten uns für die Verzögerung in der Veröffentlichung entschuldigen, es gab intern ein paar kommunikative Schwierigkeiten, weshalb lange Zeit niemand dazu kam, hier die Ergebnisse zu posten.

Aber hier sind sie nun:

Wer FENGT SHUI? – 10
Abstruse – 42
Death on the stairs – 41
Tapete – außer Konkurrenz

Somit hat das Publikum entschieden, die Band Abstruse in die nächste Runde am 23.1.2009 im Festsaal Kreuzberg antreten zu lassen. Specialguest dabei: Ginsengbonbons (Ska)

mehr Infos hier

Antifa Antirassismus Berichte Linksjugend [solid] lokal

Aufmucken gegen Rechts – Antifa wird laut.

Warum Aufmucken gegen Rechts?

Nazis gewinnen abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit immer mehr an Boden – nicht unbedingt in Springerstiefeln und im ‚Fascho-Look’. Gefährlich an den aktuellen Entwicklungen ist, dass sie vielerorts in die Alltagskultur eindringen. Sie besetzen die soziale Frage und sind in Schulen, Hochschulen und Vereinen präsent. Es gibt faschistische Strömungen im Techno, beim Hip-Hop oder Black-Metal. Aktuelle Umfragen zeigen, dass rechtsextremes Gedankengut weit in allen Gesellschaftsschichten zu finden ist.
Neofaschisten propagieren eine Volksgemeinschaft, die sich mit einem rassistisch organisierten Staat gegen “raffgierige Juden und Ausländer“ schützen soll. Ihr rassistisches Weltbild ergänzen sie mit einer kapitalismuskritischen Rhetorik. Die liberale Wettbewerbsideologie „jeder gegen jeden“ meint in der Nazi-Logik „das Recht des Stärkeren“. Eben diesen Konkurrenzgedanken heben Nazis lediglich auf eine internationale Ebene. Ihr „nationaler Sozialismus“ bedeutet Krieg und Vernichtung und ist das exakte Gegenteil von Allem wofür Sozialismus steht.
Arbeit gegen Rechts bedeutet für uns, durch Aufklärung und direkte Aktionen die Ausbreitung der so genannten „national befreiten Zonen“ zu verhindern, Nazitreffpunkte und Naziläden zurück zu drängen. Wir beteiligen uns am Aufbau solidarischer wie widerstandsfähiger Milieus, wir begegnen den Nazis mit einer kulturellen Offensive von links.

Mit unserem Bandcontest wollen wir die Probleme in unserem Bezirk, besonders in Niederschönhausen und Alt-Pankow, ansprechen. Es ist nicht hinzunehmen, dass gewaltbereite Neonazis weiterhin Migrant_innen, alternative Jugendliche und andere Menschen, welche nicht in ihr beschränktes Weltbild passen, durch die Nachbarschaft jagen und prügeln. Lasst uns deshalb gemeinsam ein lautstarkes Zeichen gegen Rechts setzen – denn gegen Nazis geht’s nunmal nicht leise!

Termine:

Bandcontest:
Freitag, 12. Dezember 2008 | Einlass: 20 Uhr
Mit: Wer FENGt SHUI? (Punk), Abstruse (Grungecore), Death on the Stairs (Rock, Blus, Indie ), Tapete (Hip-Hop, Rap, Jazz), Minimalgeflüster (Minimal, Electro, Techno)
>> Kurt-Lade-Klub | Grabbeallee 33 | Bus 250 „Tschaikowskistraße“ | Eintritt: kostenlos

Infoveranstaltung:
„Wie Nazis die Parlamente und die Provinz erobern“ mit Toralf Staud (Vortrag und Disskussion)
Am: Donnerstag, 15. Januar 2009, Beginn: 18 Uhr
Wo: Brotfabrik | Caligariplatz | Tram M2, M13, 12 „Prenzlauer Allee/Ostseestraße“

Antifa Antirassismus Kampagnen Linksjugend [solid] lokal Termine

Polizei prügelt Weg für Neonazis frei

Berlin-Lichtenberg, 6.12.2008 –

Seit 12 Uhr waren Neonazis der Freien Kräfte, der NPD und der JN dabei, in einem Aufmarsch, der lange vorher auch in Pankow beworben wurde (siehe Chronik), für ein „Nationales Jugendzentrum“ zu demonstrieren. Von Seiten der Zivilbevölkerung und antifaschistischer Gruppen wurden Gegendemonstrationen organisiert. Selbige wurden aber von der Polizei verboten oder nur zeitlich oder örtlich versetzt erlaubt. Diese Entscheidung hielt aber dennoch 2 500 Menschen nicht davon ab, alles zu versuchen, um diesen Aufmarsch zu stoppen.

Im Laufe des gesamten Aufmarsches gelang es Antifaschist_innen und bürgerlichen Gegendemonstrant_innen die Route zweimal zu blockieren.
Den Höhepunkt des Tages beanspruchte allerdings dennoch die Polizei für sich, als sie im äußersten Maße aggressiv und mit allen Mitteln die Blockaden auflöste. Dabei setzte sie das erste Mal seit einigen Jahren in Berlin wieder Wasserwerfer ein.
Es nahm nahezu Züge einer Straßenschlacht an, als Neonazis und Gegendemonstrant_innen nur noch durch eine Polizeikette voneinander getrennt wurden. Beide Parteien bewarfen sich gegenseitig mit allem was nicht niet und nagelfest war.

Laut Polizeiangaben wurden insgesamt 86 Menschen festgenommen, wobei hier die Anzahl der Gegendemonstrant_innen mit 80 Personen weitaus höher war, als die der Neonazis. Selbige wurden unterschiedlichen Angaben zufolge wegen Singens verfassungsfeindlicher Lieder, Vermummung und Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole verhaftet – hätte da die Polizei nicht eingreifen und die Demonstration auflösen müssen? Spätestens da äußerte sich die wahre Einstellung der Faschisten – nämlich Führerkult, Nationalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit!

Wir verurteilen dieses Vorgehen der Polizei gegen die Gegendemonstrant_innen! Ziviler Ungehorsam und die Behinderung von demokratischen Methoden, welche von antidemokratischen Menschen (Neonazis) für sich missbraucht werden, sollten nicht durch polizeiliche Willkür und Einsatz von Gewalt unterdrückt werden!

In diesem Sinne:

Nie wieder Rassismus – Nie wieder Auschwitz – Nie wieder 1933!

Linksjugend [’solid] Pankow

Video zu den Polizeieinsätzen und der Neonazidemo auf Spiegel TV

Antifa Berichte Linksjugend [solid] lokal Rechtsextremismus Repression

sozialen Kahlschlag in Pankow stoppen!

Der Bezirk Pankow geht kommendes Jahr aufgrund hoher Schulden in die Zwangsverwaltung des Berliner Senats.

Für den Bezirk bedeutet dies, dass sein Haushalt direkt vom Berliner Senat bestimmt wird.

Für die Einwohner_innen des Bezirks hingegen bedeuten diese Umstände einen radikalen Kahlschlag in der pankower Sozialbereich!

Jugendfreizeiteinrichtungen, wie das JUP, der Kurt-Lade-Klub oder die Bunte Kuh, Projekte gegen Rechtsextremismus, Kinderbauernhöfe (z.B. Moritzhof, Pinke-Panke), Obdachlosenhilfen, Sozialarbeiter an Schulen, Straßensozialarbeiter und Kindergärten in freier Trägerschaft stehen vor dem Aus!

Solch ein Kahlschlag auf den Rücken der Einwohner_innen eines Bezirks darf nicht sein! Diese Kürzungen sind im höchsten Maße UNSOZIAL und durch nichts zu rechtfertigen!

Wir fordern die Pankower Bevölkerung dazu auf, ihre Stimme dagegen zu erheben!

Wann:

5.12.2008: Projektemarkt (14-19.00 Uhr BVV Saal, Fröbelstr. 17, Haus 7) und macht mit bei einer coolen Protestaktion!

6.12.2008: AG „Die Hauptstadt bin ich! Ausverkauf und Umgestaltung des öffentlichen Raums, kaum Freiräume für Jugendliche. Wem gehört Berlin?“ beim 8. Berliner Jugendforum im Abgeordnetenhaus zu Berlin – Anmeldung unter www.jugendforum.de

10.12.2008: Demonstration! 15:30 U-Bahnhof Eberswalderstraße zur Pankower BVV (Fröbelstr. 17, Haus 7). Ankunft voraussichtlich 17:00 Uhr!




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