Archiv für April 2009

Wohin am 1.Mai?…

… zum S-Bahnhof Köpenick! Denn die NPD plant ein Straßenfest vor ihrer Parteizentrale in der Seelenbinderstraße. Somit will sie sich bei Bratwurst, Bier und Deutschlandfahnen ein bürgerliches Image geben. Doch wir werden der NPD ein Strich durch die Rechnung machen und ihr Volksfest in einem Desaster enden lassen. Kommt deshalb um 10 Uhr zum Frühjahrsputz zum S-Bahnhof Köpenick um der NPD eins auszuwischen.

aktuelle Infos: http://1-mai-nazifrei.tk/

Danach geht es zum Euro-Mayday. Ein Auszug aus dem Aufruf:

[…]Von Arbeit muss man leben können – ohne aber auch. Mit bloßen Appellen an die Staatsapparate für eine neue Sozialpartnerschaft geben wir uns nicht zufrieden. Der Kapitalismus bietet uns keine Möglichkeit zur solidarischen Veränderung. Die Verwertungslogik, nach der jeder Mensch allein und auf sich gestellt seinen „Wert“ für die Gesellschaft beweisen muss, ist falsch. Diese Logik führt auch dazu, dass sich viele nur als Einzelne widersetzen. Ob sie alleine schwarzfahren weil sie kein Geld für ein Ticket haben, blau machen müssen um dem Arbeitsstress zu entgehen, bleiben ohne Aufenthaltsgenehmigung oder, oder, oder… Viele dieser kleinen alltäglichen und isolierten Widerstände erfordern von uns regelrechte Superhelden-Kräfte, damit wir Prekären im Kapitalismus überleben können. Damit wir diese nicht mehr brauchen, werden wird den sozialen Widerstand und Kämpfe organisieren, uns auf der Mayday-Parade kollektiv sichtbar machen und für eine Gesellschaft kämpfen in der wir den Zwang zur Ausbeutung überwunden haben.

Der komplette Aufruf: hier
Daten: Unter den Linden (Höhe Bebelplatz) | 13:30 Uhr

Antifa Antikapitalismus Linksjugend [solid] Rechtsextremismus Termine

22. April 1945 – Befreiung des Berliner Nordostens vom Nationalsozialismus

Vor 64 Jahren, am 22. April 1945, befreite die Rote Armee die nordostberliner Bezirke Weißensee, Prenzlauer Berg und Pankow vom deutschen Nationalsozialismus. Kurz darauf, am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazideutschland bedingungslos. Somit endete die staatlich legitimierte Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung, die bis dahin viele Menschen das Leben kostete. Millionen Jüd_innen, Linke, Sinti und Roma sowie nichtheterosexuelle Menschen und viele andere waren bis dahin den Nazis zum Opfer gefallen.
Wir nehmen den 22. April zum Anlass, um der Opfer des
Nationalsozialismus zu gedenken und feiern gleichzeitig den Sieg über Nazideutschland. Wir möchten dieses Gedenken mit euch zusammen begehen. Wir werden Blumen niederlegen und es wird Beiträge junger und alter Antifaschist_innen geben. Kommt darum am 22. April zum antifaschistischen Mahnmal am Weißensee. Wir freuen uns auf euch.

Mittwoch * 22.April * 17:30h * Antifaschistisches Mahnmal am Weißensee

Anfahrt: Tram: M4, M13, 12 bis Albertinenstraße
Das Mahnmal befindet sich links vom ehemaligen Kulturhaus Peter Edel (Berliner Allee 125) im Park.

Antifa Linksjugend [solid] lokal Termine

Bericht: NPD Bundesparteitag

Samstag, der 4.4.2009, 9 Uhr morgens. Ein bunter Haufen aus allen im Abgeordnetenhaus vertretenden Parteien, ihren Parteijugenden und (unabhängigen) Jugendorganisationen, sowie linken und zivilgesellschaftlichen Gruppen versammelt sich, um gegen den NPD Bundesparteitag im Reinickendorfer Rathaus zu demonstrieren.

Insgesamt kamen schätzungsweise 800 Menschen zusammen um ein Zeichen gegen die NPD zu setzen. Die Demo endete mit einer Kundgebung an der Kreuzung Eichborndamm / Am Nordgraben, bei welcher es immer wieder zu Provokationen durch die Polizei kam. Ein Polizist schlug und trat ohne jede Rücksicht auf hilflose, gerade abgeführte und sich wehrende Gegendemonstrant_innen ein. Später wurde er noch dabei beobachtet, wie er Demonstrant_innen immer wieder umherschubste, während ein Kollege in einiger Entfernung äußerte, dass er es bedauere, nicht dort zu sein, wo es „zur Sache“ ging. Als die KollegInnen des prügelnden Herren darauf aufmerksam gemacht wurden, wurde die Hundertschaft ausgetauscht. Es kam immer wieder zu Rangeleien zwischen der Polizei, die die NPD-Kader durch die Menge eskortierte, und den Gegendemonstrant_innen

Auch Anti-AntifaaktivistInnen und autonome NationalistInnen waren nicht weit entfernt. Ihr Handeln beschränkte sich allerdings darauf, Gegendemonstrant_innen verbal zu belästigen („Blond, Blauäugig und trotzdem dumm!?“) und abzufotografieren.

Fazit des Tages ist: Der NPD-Bundesparteitag ließ sich zwar nicht verhindern, aber dennoch konnten viele NPDlerInnen erfahren, wie unbeliebt sie in der Zivilbevölkerung sind. Deshalb heißt es auch in Zukunft für uns, sich den Nazis in den Weg zu stellen und sie bei ihren rechten Umtrieben zu stören.

Antifa Antirassismus Berichte Die Linke Linksjugend [solid] Rechtsextremismus



Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: