Bericht: NPD Bundesparteitag

Samstag, der 4.4.2009, 9 Uhr morgens. Ein bunter Haufen aus allen im Abgeordnetenhaus vertretenden Parteien, ihren Parteijugenden und (unabhängigen) Jugendorganisationen, sowie linken und zivilgesellschaftlichen Gruppen versammelt sich, um gegen den NPD Bundesparteitag im Reinickendorfer Rathaus zu demonstrieren.

Insgesamt kamen schätzungsweise 800 Menschen zusammen um ein Zeichen gegen die NPD zu setzen. Die Demo endete mit einer Kundgebung an der Kreuzung Eichborndamm / Am Nordgraben, bei welcher es immer wieder zu Provokationen durch die Polizei kam. Ein Polizist schlug und trat ohne jede Rücksicht auf hilflose, gerade abgeführte und sich wehrende Gegendemonstrant_innen ein. Später wurde er noch dabei beobachtet, wie er Demonstrant_innen immer wieder umherschubste, während ein Kollege in einiger Entfernung äußerte, dass er es bedauere, nicht dort zu sein, wo es „zur Sache“ ging. Als die KollegInnen des prügelnden Herren darauf aufmerksam gemacht wurden, wurde die Hundertschaft ausgetauscht. Es kam immer wieder zu Rangeleien zwischen der Polizei, die die NPD-Kader durch die Menge eskortierte, und den Gegendemonstrant_innen

Auch Anti-AntifaaktivistInnen und autonome NationalistInnen waren nicht weit entfernt. Ihr Handeln beschränkte sich allerdings darauf, Gegendemonstrant_innen verbal zu belästigen („Blond, Blauäugig und trotzdem dumm!?“) und abzufotografieren.

Fazit des Tages ist: Der NPD-Bundesparteitag ließ sich zwar nicht verhindern, aber dennoch konnten viele NPDlerInnen erfahren, wie unbeliebt sie in der Zivilbevölkerung sind. Deshalb heißt es auch in Zukunft für uns, sich den Nazis in den Weg zu stellen und sie bei ihren rechten Umtrieben zu stören.

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