Archiv der Kategorie 'Rechtsextremismus'

Aufmucken gegen Rechts: Record-Release-Party!

Live spielen Cruor Hilla (Punk / Ska / Indie), Partytour (Powerpop / Fusion / Funk) und Pech und Würfel (Punk / Ska / Metal), danach gibt’s DJ-Mucke!

Wir feiern ‘ne Party gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Berlin und anderswo! Gründe gibt es leider genug: Brutale Nazi-Übergriffe, wie am Bahnhof Frankfurter Allee, oder neue Läden der bei Rechten beliebten Marke Thor Steinar, wie Tromsö. Um rechtem Gedankengut entgegenzutreten, haben wir eine CD produziert.

Nach unseren bundesweiten Bandcontests am Anfang des Jahres ist der Sampler “Aufmucken gegen Rechts” nun fertig gepresst für eure CD-Player. Die CD, die Broschüren und vieles mehr könnt ihr euch bei der Party kostenlos mitnehmen! Texte und Hintergrundinfos gibt’s auf der Kampagnen-Webseite www.mucke-gegen-rechts.de

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10.10.2009 – Neonaziaufmarsch in Berlin!

UPDATE (Stand: Mittwoch 8.10.09 15:00 Uhr):
- Treffpunkt der Nazis wurde veröffentlicht:
12:00 Uhr | Bhf. Alexanderplatz | Ausgang Fernsehturm
- Ziel des Aufmarsches momentan unklar:
Laut Indymedia entweder S Landsberger Allee oder S+U Frankfurter Allee (Infotelefon der Neonazis)

Der für Samstag geplante Naziaufmarsch in Königs Wusterhausen für „ein nationales Jugendzentrum“ wurde abgesagt. Jetzt mobilsisieren Neonazis bundesweit für einen Aufmarsch am 10.10.2009 in Berlin.

Der Aufmarsch am Samstag ist als Solidaritätsdemo für einen seit der Nacht vom 03.10.2009 zum 04.10.2009 im Koma liegenden Neonazi zu verstehen. Der Neonazi Enrico wurde bei einem von Unbekannten verübten Brandanschlag auf die rechte Szene-Kneipe „Zum Henker“ und dem daraus folgenden Tumult von einem Auto so schwer verletzt, dass er nun im Koma liegt. Obwohl noch völlig unklar ist aus welchen Motiven es zu dem Angriff auf die hauptsächlich vom „Frontbann 24“ genutzte Kneipe kam und „Frontbann 24“ schon einmal einen Grund für eine Demonstration erfunden hatte, demonstrierten am Sonntag bei einem spontanen Naziaufmarsch „gegen linken Terror“ rund 300-400 Teilnehmer_innen in Berlin Schöneweide.

Die Organisatoren wollen laut Tagesspiegel-Informationen unter dem Motto „Vom nationalen Widerstand zum nationalen Angriff“ vermutlich durch Treptow marschieren; geplanter Beginn ist 12 Uhr. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor.

Weitere Informationen zu geplanten Gegenaktivitäten findet ihr auf Indymedia, beim Antifaschistischen Bündnis Süd-Ost (ABSO) und auf dem Blog der ASV.

Mittlerweile gibt es für Samstag schon ein Infotelefon vom ABSO:
0162 – 37 44 514
Den Berliner Ermittlungsausschuss (EA) erreicht ihr unter:
030 – 69 22 222

Achtet auf weitere Ankündigungen!
Für die Freiheit – Für das Leben! Keine Nazis – Nirgendwo!

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Hess-Gedenken stören!

Am 17. August 2009 wollen Neonazis in verschiedenen bundesdeutschen Städten mit so genannten Flashmobs an den Nazi-Verbrecher Rudolf Heß erinnern und gegen die Verbote von Heß-Gedenkmärschen protestieren. In Berlin direkt sind nach aktuellen Kenntnisstand keine Aktionen geplant, allerdings im Berliner Umland.
Von Ende 1980er bis Anfang der 1990er Jahre und von 2001 bis 2004 fanden alljährlich im bayrischen Wunsiedel Aufmärsche mehrerer tausend Alt- und Neonazis zum Gedenken an den Hitlerstellvertreter Rudolf Hess statt, der dort begraben liegt.
Diese Aufmärsche sind seit 2005 verboten und noch immer ist ein Verfahren dazu am Bundesverfassungsgericht anhängig. Bis heute versucht der Hamburger Nazianwalt Jürgen Rieger die Naziaufmärsche in Wunsiedel rechtlich durchzusetzen – bislang vergeblich. (mehr…)

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Rechte Mordversuche am Wochenende.

Dieses Wochenende kam es zu mehreren rassistisch und rechtsextremistisch motivierten Angriffen und Mordversuchen gegenüber Migrant_innen und vermeitlich linke Personen in Berlin.

Am späten Freitagabend wurden zwei Menschen auf Grund ihrer afrikanischen Herkunft von einem Mob von 15 Personen mit Schlägen, Tritten und Messerstichen verletzt. Der Vorfall ereignete sich in einer Spandauer Einkaufspassage. Einer der beiden Betroffenen ringt zur Zeit immernoch um das Leben und hat das Bewusstsein noch nicht wieder erlangt. Auch im Bezirk Marzahn-Hellersdorf soll es am Wochenende zu einem rassistisch motivierten Übergriff gekommen sein. (mehr…)

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Bericht: 1. Mai – Nazifrei

Der 1.Mai ist traditionell ein Tag der Arbeiter_innenbewegung. Doch Nazis versuchen schon seit Jahren den Tag für sich zu beanspruchen, da der 1. Mai während der Zeit des Nationalsozialismus als regulärer Feiertag eingeführt wurde. So auch dieses Jahr nicht nur in Ulm, Hannover oder Mainz, sondern auch in Berlin Köpenick. Dagegen formierte sich ein breiter Widerstand von SPD bis DKP, von Zivilbürgerlichen bis Antifa. Der Demonstrationszug zählte bis zu 3 000 Menschen, mit darunter auch Politiker von SPD und DIE LINKE. So waren zum Beispiel Petra Pau (Bundestagsvizepräsidentin) und Gregor Gysi (Direktkandidat für Treptow-Köpenick bei der Bundestagswahl) von der Partei DIE LINKE. anwesend.

Schon die Anreise zur Demonstration wurde zu einem Erlebnis, als der S-Bahnzugverkehr für etwa eine Stunde ausgesetzt werden musste, da zum einen der S-Bahnhof Köpenick von mehreren hundert Leuten blockiert wurde und zum anderen an den Gleisen zwischen Karlshorst und Wuhlheide eine Baracke brannte. Der Polizeieinsatz gegen die Blockierer_innen wurde von vielen Seiten als zu hart und nicht deeskalierend kritisiert – selbige lobte sich natürlich im Anschluss selbst dafür, dass es überwiegend ruhig geblieben sei.

Nachdem man über Ausweichrouten doch noch von Karlshorst nach Köpenick kam (zu Fuß oder mit der Straßenbahn), ging es letztendlich relativ ruhig weiter. Immerwieder verliefen sich Neonazis in die Nähe des Demonstrationszugs, was natürlich nur in den seltensten Fällen unbemerkt blieb.

Während des Demonstrationszugs ereigneten sich am Rande der Strecke immer wieder kleinere Vorfälle. So entschied sich ein Anwohner dazu von seinem Balkon aus den Hitlergruß zu zeigen, was augenblicklich mit Steinwürfen quittiert wurde. Nach einigen Minuten zog die Polizei den Anwohner in seine Wohnung zurück und positionierte sich vor dem Hauseingang.

Nach dem Demonstrationszug fand noch eine Abschlusskundgebung statt, allerdings begab sich der größte Teil der Demonstrant_innen recht schnell wieder auf dem Weg nach Hause oder zu einer der anderen Demos.

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