Quellen: Emanzipative & Antifaschistische Gruppe (EAG), Antifaschistische Schüler_innen Vernetzung (ASV), weitere Gruppen und eigene Recherchen.

Wenn ihr Beobachtungen macht oder euch Fälle auffallen, die in der Chronik keine Erwähnung finden, sendet uns bitte eine E-Mail an
solid-pankow[ät]riseup[dot]net.
In der E-Mail sollten folgende Angaben enthalten sein:
- Datum der Aktivität
- Ort (so genau wie möglich)
- Beschreibung der Aktivität

Diese Chronik stellt keinen Anspruch an Vollständigkeit.

Stand: 15.05.2011

.

Verteilt über den gesamten erfassten Zeitraum:
Aufgrund der Vielzahl der Fälle werden einzelne Aufkleber nicht in der Chronik der Linksjugend [’solid] Pankow mit aufgenommen. Sie sind allerdings dennoch vorhanden und werden von uns nicht verschwiegen. Einzelne Aufkleber (nicht Aufkleberwellen, diese werden mit Datum erfasst) finden lediglich dann Erwähnung, wenn sie sich gegen bestimmte Personen, Läden oder Institutionen richten und in direkter Umgebung des Zielobjektes befestigt wurden.

Verhäuft kommen geklebte Aufkleber in folgenden Teilen Pankows vor:
- Niederschönhausen, Alt/Klein-Pankow, Weißensee (insbesondere Mahlerstraße), Karow, Buch, Prenzlauer Berg

14./15.05.2011:
Opfer einer Auseinandersetzung wurden zwei Männer vergangene Nacht in Hohenschönhausen.
Die beiden 28-Jährigen, offenbar der „linken Szene“ zugehörig, befanden sich gegen 2 Uhr 30 in der Straßenbahnlinie M 4 in Richtung Falkenberg, als eine zehnköpfige Gruppe an der Haltestelle Berliner Allee Ecke Indira-Gandhi-Straße zustiegen. Die Männer, gemäß Zeugenaussagen offenbar der „rechten Szene“ zugehörig, beleidigten die Beiden mehrfach. Als diese an der Haltestelle Welsestraße in Hohenschönhausen ausstiegen, griff eine Person aus der Gruppe den einen 28-Jährigen von hinten an und würgte ihn mit seinem Unterarm. Der Mann ging daraufhin zu Boden, mehrere Personen aus der Gruppe traten auf ihn ein. Als der Freund des am Boden Liegenden ihm zur Hilfe kam, wurde er von einem der Täter mit mehreren Faustschlägen in das Gesicht attackiert. Schließlich gelang es dem ersten Opfer die Polizei zu alarmieren, so dass die Täter abließen und flüchteten.
Während das erste Opfer, welches am Boden lag, eine ärztliche Behandlung ablehnte, musste das zweite Opfer mit dem Verdacht eines Nasenbeinbruches zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Quelle: Pressemeldung der Berliner Polizei

07.05.2011:
Neonazis, die ihrer Bekleidung nach dem BFC-Spektrum zuzurechnen waren, griffen gegen 19.30 Uhr einen Mann mit Migrationshintergrund in der Tram M13 an (Höhe: Schönhauser Allee/Bornholmer Straße). Beherzte Fahrgäste griffen zum Glück ein und bewegten die Angreifer zum zügigen Ausstieg.
Quelle: „Niemand ist vergessen“, North East Antifascists (NEA)

06.05.2011:
Unbekannte Täter beschmieren eine Gedenktafel in der Berliner Allee 73, die an sieben Familien erinnert, die von den Nazis in die Vernichtungslager verschleppt und ermordet wurden. Auf Initiative der Gedenktafelkommission war die Platte erst wenige Tage zu vor am ehemaligen Wohnhaus der Familien (damals Berliner Allee 234) in Weißensee angebracht worden.
Quelle: Pressemeldung der Berliner Polizei

31.03.2011:
Nachdem sie weder die Rechnung begleichen noch sein Restaurant verlassen wollten, schlugen zwei Gäste in der vergangenen Nacht in Prenzlauer Berg auf den Wirt ein.
Der Gastronom und seine Angestellte alarmierten gegen 1 Uhr die Polizei in die Wichertstraße, wo die Beamten zwei 30- und 33-Jährige festnahmen. Die beiden sollen den 60-jährigen Wirt zuvor angegriffen und dabei an Kopf, Rücken und Oberkörper verletzt haben. Kurz zuvor hatte der zahlungsunwillige 30-Jährige den Restaurantbetreiber nach dessen Aussage mehrmals antisemitisch beleidigt.
Der Geschlagene hatte sich nach eigenen Angaben gegen die Angriffe gewehrt und dabei dem 30-Jährigen eine Platzwunde am Auge zugefügt.
Während die Polizisten den Sachverhalt vor Ort aufnahmen, trat ein bis dahin unbeteiligter 61-jähriger Gast hinzu, schrie die Beamten an und kam zuvor erteilten Platzverweisen nicht nach. Als er für die Dauer des Einsatzes festgenommen werden sollte, wehrte er sich und verletzte sich dabei selbst am Kopf. Ihn erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Gegen die beiden aggressiven Gäste leiteten die Beamten Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Volksverhetzung ein.
Nach ambulanter Behandlung wurden alle drei Verletzten wieder aus umliegenden Krankenhäusern entlassen.
Quelle: Pressemeldung der Berliner Polizei

08.02.2011:
Drei Jahre nach einem brutalen Überfall auf zwei Mitarbeiter eines griechischen Restaurants in Pankow-Blankenburg wurden in dem am 24.Januar 2011 begonnen Prozess milde Urteile gegen die TäterInnen gesprochen. Die Betroffenen verließen den Gerichtssaal schon vor dem Urteil.
Alle Täter_innen wurden zu Arbeitsstunden und Schmerzensgeldzahlungen verurteilt, drei von ihnen zu Haftstrafen, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.
Der Richter kritisierte während der Urteilsverkündung die Staatsanwaltschaft, die denn Prozess zu lange verschleppt hätte.
Eine_r der Täter_innen wurde von dem in Weißensee sitzenden ehemaligen Vorsitzenden der „Wiking-Jugend“ sowie der „heimattreuen deutschen Jugend“, Wolfram Nahrath, verteidigt.
Quelle: Berlin rechtsaußen

1.2.2011:
In der Florastraße und nahe des U-Bahnhofes Pankow werden Neonaziaufkleber entdeckt, auf denen für die anstehenden Aufmärsche anläßlich der Bombardierung Dresdens geworben und die Luftschläge geschichtsrevisionistisch interpretiert werden. Sie werden entfernt.
Quelle: Anwohner_innen/ Entnommen der Chronik der „Emanzipative & Antifaschistische Gruppe“

24.01.2011:
Vor dem Strafgericht Moabit beginnt der Prozess zu einem Fall rassistischer Gewalt.
Die Emanzipative & Antifaschistische Gruppe (EAG) schrieb dazu in ihrer Chronik 2007:

29.09.07
In den Morgenstunden werden drei griechische Angestellte eines nahegelegenen Restaurants an der Tankstelle in Blankenburg von einer Gruppe von 12 Jugendlichen rassistisch beleidigt und angegriffen. Die beiden männlichen Griechen werden dabei erheblich verletzt. Anschließend stehlen die Täter einem der Opfer das Portemonaie und fliehen. Sie werden im Laufe des Tages festgenommen.

Quelle: Berlin rechtsaußen, Emanzipative & Antifaschistische Gruppe (EAG)

16.01.2011:
Laut einer Website von Berliner Neonazis führten Neonazis der „Nationalistischen Befreiungsfront Berlin“ (ehemalige FN Berlin-Mitte) zusammen mit Neonazis aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein „Heldengedenken“ auf einem nicht näher bezeichnetem Friedhof im Bezirk Pankow durch.
Quelle: Website des „nationalen Widerstands“ Berlin

10.12.2010:
Mitglieder der „Nationalistischen Befreiungsfront“ – ehemals „Freie Nationalisten Berlin-Mitte“ – geben auf ihrer Website an, in Weißensee sowie in Prenzlauer Berg rund um den S-Bahnhof Greifswalder Straße mindestens 1500 Flugblätter verteilt zu haben, die die Partei Bündnis 90/ Die Grünen als „volksfeindliche(n) Partei“ thematisierten. Anlass waren die hohen Umfragewerte der Grünen, die „auch auf die Medienpropaganda zurückzuführen“ seien.
Quelle: Website der „Nationalistischen Befreiungsfront“

13./14.11.2010:
Am Wochenende führt die älteste neonazistische Frauenorganisation, die „Gemeinschaft deutscher Frauen“ (GdF), in einer Turnhalle in Weißensee ein „Kinderturnen“ durch. Dabei waren etliche Mitglieder und Sympathisant_innen der GdF.
Die Turnhalle, welche von einer nahestehenden Grundschule genutzt wird, wurde vom Bezirksamt einem Sportverein zur Verfügung gestellt.
Quelle: Berlin rechtsaußen, Berliner Kurier

22.10.2010
Die Pankower NPD führt in den Mittagsstunden einen Infostand nahe der Moschee in der Tiniusstraße in Heinersdorf durch.
Quelle: Naziwebsite

12.10.2010
- Unbekannte beschmieren am frühen morgen an mehreren Örtlichkeiten in Niederschönhausen Stromverteilerkästen und Kleidercontainer mit faschistischen Parolen.
Quelle: Anwohner_innen
- Passanten entdeckten gegen 9.45 Uhr auf dem Gehweg am Pankower Schlosspark, mit schwarzer Farbe aufgetragene, faschistische Schriftzüge und alarmierten die Polizei. Die Beamten entdeckten kurz darauf im Nahbereich der Brücke am Schlosspark weitere Farbschmierereien. Gegen 15.30 Uhr sahen zwei außer Dienst befindliche Polizisten an einem Stromverteilerhäuschen in einer Kleingartenkolonie in der Schloßallee mit blauer Farbe geschmierte Parolen.
Quelle: Polizeipressemeldung
- In Pankow und Marzahn-Hellersdorf finden Durchsuchungen in vier Wohnungen statt. Vier tatverdächtige Männer zwischen 23 und 30 Jahren werden festgenommen. Sie sollen zusammen am Morgen des 27. Juni 2010 einen jungen Mann in Oberschöneweide angegriffen haben. Das Opfer trug schwere Kopfverletzungen davon. Anschließend sollen die vier den jungen Mann verfolgt und in Hohenschönhausen erneut überfallen haben. In den Wohnungen finden die Beamten außerdem CDs mit Nazimusik. Zwei der Beschuldigten werden noch am 12.10. entlassen, die anderen beiden werden dem Haftrichter vorgeführt.
Quelle: EAG-Bericht aus Polizeipressemeldung

09.10.2010
Die Pankower NPD führt vormittags einen Infostand im Ortsteil Wilhelmsruh durch.
Quelle: Naziwebsite

08.10.2010:
Der Vorsitzende der Pankower NPD, Daniel S., legt beim Internetprovider blogsport.de Beschwerde gegen die Nennung seines Namens in der Chronik auf solidpankow.blogsport.de ein, mit der Begründung, er sei keine Person des öffentlichen Lebens und die Äußerungen würden „jeder Grundlage entbehren“.
Quelle: eigener Bericht

28.09.2010:
Auf den Treppen zu dem U-Bahnhof Senefelder Platz wird gegen 19.15 Uhr eine dunkelhäutige Frau unvermittelt von einem Mann hasserfüllt angeblickt und ins Gesicht gespuckt. Sie erstattet keine Anzeige.
Quelle: ReachOut

15.09.2010:
Laut der Website der „Freien Nationalisten“ Berlin-Mitte verteilen Mitglieder dieser Gruppe in Pankow 4 000 Flugblätter um zu einer NPD-Kundgebung mit anschließendem Rechtsrockkonzert am 18.09.2010 zu mobilisieren.
Quelle: Website der „Freien Nationalisten Berlin Mitte“

07.09.2010:
An der Eingangstür des Bürgeramts in Pankow wird ein eingekratzter Davidstern festgestellt.

04.09.2010:
In Pankow findet bereits zum dritten Mal ein Tanzfest des „Tanzkreis Spree-Athen“ statt. Die Veranstaltung wird vom ehemaligen NPDler Ilja Gräser organisiert. Es nehmen Aktivist_innen aus dem ehemaligen HDJ-Spektrum und der NPD teil.
Quelle: Rosen auf den Weg gestreut – Ausgabe 14

04.09.2010:
Unbekannte haben eine vor einem Lokal angebrachte Regenbogenfahne in Pankow heruntergerissen und den Ladeninhaber beleidigt.
Quelle: Rosen auf den Weg gestreut – Ausgabe 14

02.09.2010:
Auf dem St.-Nikolai-Friedhof in der Prenzlauer Allee versammeln sich einige Mitglieder der freien Nationalisten Berlin-Mitte um dem SA-Sturmführer Horst Wessel zu gedenken. Nach eigenen Angaben zündeten sie eine Kerze an, legten Blumen an das Grab und legten eine Schweigeminute ein. Auf ihrer Website huldigen sie Horst Wessel und äußern ihr Unverständnis darüber, dass Horst Wessel in einem normalen Grab auf dem Friedhof liegt und nicht mehr Menschen ihm gedenken. (wobei auch deutlich wird, dass die FN Berlin Mitte nicht nur ein Problem mit der Rechtschreibung „natzional“ haben, sondern auch mit der Grammatik „Das Grab […] liegt […] in einer der vielen Seitenwege […].“)
Quelle: Website der FN Berlin-Mitte

28.08.2010:
Um 13:30 veranstaltete eine Gruppe von 10 – 15 Neonazis aus dem Spektrum der Freien Nationalisten Berlin Mitte auf der Berliner Allee eine Spontandemonstration. Als sie drei Antifaschist_innen erblickten, setzten sie zum Angriff auf selbige an. Der Angriff konnte allerdings von den aufgrund einer antifaschistischen Demonstration und dem Blumenfest in der Umgebung anwesenden Polizist_innen abgewendet werden.
Quelle: Eigener Bericht

27.08.2010:
Eine Gruppe von zehn Personen bedroht drei Menschen beim Verteilen von Flyern für die „Kein Kiez für Nazis“-Kundgebung in Weißensee am 28.8.2010 u.A. mit Teleskopschlagstöcken.
Quelle: Eigener Bericht

26./27.08.2010:
- An vier verschiedenen Örtlichkeiten stellten Polizeibeamte Nacht an Hauswänden und Rolltoren in Weißensee aufgesprühte Symbole mit rechtsgerichtetem und nationalsozialistischem Hintergrund fest. Auf ihrem Weg die Bizetstraße entlang hatten die Verdächtigen großflächig Gebäudewände mit Parolen besprüht. Untermalt waren die zahlreichen Schriftsätze mit szenetypischen Symbolen und „rechten“ Szenecodes.
Die Polizisten hatten die drei mutmaßlichen Verursacher der Schmierereien schnell ausfindig machen können und stellten sie gegen 1 Uhr 45 nach kurzer Verfolgung in der Berliner Allee.
Die im Haltestellenbereich der Straßenbahn festgenommene 22-jährige Frau und ihre zwei 37- und 39-jährigen Komplizen leisteten bei der Festnahme keinen Widerstand. Bei dem 37-Jährigen fanden die Beamten benutzte Handschuhe mit frischen Farbspuren. Auch die benutzten Sprühdosen wurden sichergestellt. Alle drei Tatverdächtigen sehen Verfahren wegen Sachbeschädigung entgegen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Quelle: Polizeiticker, Tagesspiegel
- An den Türen des Mühlenbergcenters in Prenzlauer Berg werden von Polizisten antisemitische Schmierereien festgestellt und entfernt.
Quelle: Tagesspiegel

26.09.2010:
Im Ernst-Thälmann-Park am Thälmanndenkmal sowie in der Straßenbahnunterführung am S-Bahnhof Greifswalder Straße werden neonazistische Schmierereien festgestellt. Unter anderem: „C4 for reds“, „NS Jetzt“, „Rotfront verrecke“, „Antifa heißt Inzest“ und „Ein Kiez für Nazis“.
Quelle: Eigener Bericht

19.08.2010:
Mehrere Parolen mit antisemitischem, rassistischem und nationalsozialistischem Inhalt haben Unbekannte an einem Springbrunnen in Weißensee hinterlassen.
Alarmierte Polizeibeamte stellten am Morgen in der Bizetstraße neben SS-Runen, Hakenkreuzen und „rechten“ Zahlencodes auch durchgestrichene Davidsterne und weitere Parolen fest, die auf eine Kante des Brunnens gezeichnet worden waren.
Quelle: Polizeiticker

14.08.2010:
Der Vorplatz des S-Bahnhof Pankow wird am frühen Abend von einer größeren Gruppe Neonazis genutzt. Sie werden vermutlich vom Sicherheitspersonal des Platzes verwiesen.
Quelle: EAG

07.08.2010:
In der Kneipe „Daniels Bistro“ in Weissensee soll eine Veranstaltung der sog. „Runde Tisch Berlin“ stattfinden, eine Veranstaltung, die aus dem Spektrum der „Reichsbürger“ organisiert wird. Die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt.
Quelle: NEA

02.08.2010:
Am 2. August nachmittags hält die BüSo einen Stand vor der Post in der Berliner Straße (Pankow) ab.
Quelle: EAG

23./24.07. 2010:
Christian Schmidt (in Weißensee wohnhafter Kader der „Freien Nationalisten Berlin Mitte“) sprüht im Komponistenviertel rechte Parolen und verklebt NPD-Aufkleber. An der Smetanastr./Bizetstr. wird der Schriftzug „Sozial nur national“ entdeckt, zwischen Smetanastr. und Lindenallee an einem Hofeingang der Slogan „Nationaler Widerstand“. In der Herbert-Baum-Str. und der Mahlerstraße sind die Parolen „Nationaler Kampf“ und „NS Jetzt“ angebracht.
Quelle: NEA

20.07.2010:
Gezielt beleidigen, attackieren und berauben Deutsche im Mauerpark in Berlin-Prenzlauer Berg unbehelligt nicht-deutsche Touristinnen und Touristen. Zu sechst bewerfen sie ein Paar aus Frankreich mit Flaschen, schlagen den Mann mit Flaschen und Fäusten ins Gesicht und stehlen sein Geld. Anderthalb Stunden später greifen vier Männer einen Franzosen und seinen Begleiter an, schlagen auf ihn ein und entwenden die Mobiltelefone der Angegriffenen. Polizei spricht von Raub an Tourist_innen, ein rassistisches oder politisches Motiv kann sie nicht erkennen.
Quelle: Pressemeldung der Polizei; EAG

16./17.07.2010:
In der Nacht vom 16. Auf den 17. Juli versuchten Neonazis im Berliner Stadtteil Weißensee erneut gegen den Jugendclub Bunte Kuh und das Kultur und Bildungszentrum (KUBIZ) vorzugehen.
Gegen 23.30 Uhr bemerkte einer der Bewohner_innen des KUBIZ eine dreiköpfige Personengruppe, die auf dem Gelände umherschlich. Laut Beschreibungen des Hausbewohners waren die drei dunkel gekleidet, trugen Kurzhaarfrisuren und führten Schlagringe und Holzlatten mit sich. Als er sie ansprach wurde schnell klar, dass es sich bei der Personengruppe um Neonazis handelte. Dank seines energischen Auftretens gelang es, die Störer zu vertreiben.
Quelle: PM der NEA (indymedia)

11.07.2010:
Bereits seit mehreren Monaten hängt in der Kleingartenkolonie „Feuchter Winkel“ am S-Bahnhof Heinersdorf eine Dienstflagge des Reichskolonialamts aus den Jahren 1892–1918. Zu sehen ist die Fahne nur von der S-Bahntrasse aus.
Quelle: Zeug_innenbericht

09.07.2010:
In der Nacht vom 8. Auf den 9. Juli nahmen Beamte der Berliner Polizei gegen 2.00 Uhr eine achtköpfige Gruppe Neonazis in unmittelbarer Nähe des alternativen Kultur- und Wohnprojektes „Kultur und Bildungszentrum“ (KUBIZ) in Weißensee fest. Die Neonazis führten Schlagwerkzeuge und eine Plastiktüte mit einer bislang unbekannten Substanz mit. Von einem versuchten Angriff auf das KUBIZ ist auszugehen. Sie versprühten in Weißensee auch SS-Runen, Hakenkreuze, Parolen wie „NS Jetzt!“, „Nazi-Area“ und „FNBM“, das Kürzel der neonazistischen Kameradschaft „Freie Nationalisten Berlin Mitte“.
Quelle: taz vom 16.7.2010 und Pressemitteilung der North East Antifascists (NEA)

07.07.2010:
Gegen 23:30 zieht durch die Gaudystraße in Prenzlauer Berg grölend eine Gruppe von fünf Menschen. Als ein dunkelhäutiger Jugendlicher von einem Balkon die Gruppe auffordert, sich leiser zu verhalten, wird dessen Aufforderung mit einem „Sieg Heil“-Ruf beantwortet.
Quelle: eigener Bericht

26./27.06.2010:
In Weißensee in der Mahlerstraße verkleben Neonazis Aufkleber mit dem Slogan „Alles für Deutschland – nicht nur während der WM“ an Regenrinnen und Hauswänden. Die Aufkleber zeigen, wie Neonazis versuchen an den – durch die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer aufstrebenden – Patriotismus der Deutschen anzuknüpfen und darüber neue Leute anzuwerben.
Desweiteren werden „Antifa“-Schriftzüge, die angebracht wurden, um die Neonazischmierereien vom 6.5.2010 (siehe da) zu überdecken, durch den Zusatz „Anti-“ erweitert, sodass dort dann „Anti-Antifa“ steht.

Quelle: Eigener Bericht

23.06.2010:
Während des Fußball-WM-Spiels Deutschland – Ghana wird der deutsche Spieler Mesut Özil nachdem er das 1:0 für Deutschland geschossen hatte von einer Gruppe deutscher Fußball-Fans in Weißensee (Gürtelstraße/Puccinistraße) ausgebuht.
Quelle: Zeug_innenberichte

23.06.2010:
Ein Mann wird wenige Meter nach dem er das Kultur- und Bildungszentrum Raoul Wallenberg (KubiZ) verlassen hat gegen 0.00 Uhr, von einer männlichen Person aggressiv angehalten und gefragt, ob er aus dem Zentrum käme. Noch bevor er antworten kann, wird er mit großer Wucht ins Gesicht geschlagen. Er fällt ohnmächtig zu Boden. Als er wieder bewusst ist, liegt er auf der Straße und wird weiter von der Person bedroht. Diese fragt, ob er eine der „linken Zecken“ sei, droht ihm, ihn umzubringen und warnt ihn davor, zur Polizei zu gehen. Der Mann erstattet Anzeige beim nächsten Polizeiabschnitt.
Quelle: ReachOut

17./18.06.2010:
Neonazis verkleben in Niederschönhausen Aufkleber mit dem Slogan „Nationaler Freiheitskampf“ die bereits im Jahr 2009 (siehe dort) massenhaft verklebt wurden und schließen damit an den 17.6.1953 an. An diesem Tag kam es in der DDR zu Aufständen nachdem Arbeiter_innen mit der Erhöhung der Arbeitsnormen nicht einverstanden waren. Die Aufstände wurden mithilfe sowjetischer Panzer blutig niedergeschlagen.

09.06.2010:
Unbekannte beschmierten ein Ehrenmal in Buch mit Farbe. Über den Polizeinotruf teilte ein Unbekannter kurz vor 10 Uhr mit, dass am russischen Ehrenmal in der Wiltbergstraße Hakenkreuze angebracht wurden. Polizeibeamte beauftragten das zuständige Bezirksamt, die schwarze Farbe zu beseitigen und fertigten Strafanzeigen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung.
Quelle: Bild.de, Ticker der Berliner Polizei

08.06.2010:
Laut Website der „freien Nationalisten Berlin-Mitte“ wurden in Berlin-Weißensee und Mitte „mehr als 1000 Informationsblätter über die hohe Kriminalitätsquote bei Jugendlichen verteilt“.
Quelle: Website der „freien Nationalisten Berlin-Mitte“

07.06.2010:
Laut Website der „freien Nationalisten Berlin-Mitte“ wurden in Berlin-Weißensee und Mitte „mehrere hundert Plakate“ verklebt.
Quelle: Website der „freien Nationalisten Berlin-Mitte“

23.05.2010:
Ein 25-jähriger Tunesier wurde am Sonntagmorgen vor der Kulturbrauerei von einer zehnköpfigen Gruppe beleidigt und mit Holzlatten angegriffen.
Nachdem die Angreifer_innen (acht Männer und zwei Frauen) den Mann in der Knaackstraße als „Scheißkanacke“ beschimpften, verfolgten sie den in Richtung Danziger Straße laufenden Mann. In der Lychener Straße wurde der Mann von den Angreifer_innen überwältigt, getreten und mit Holzlatten geschlagen. Dem Mann gelang es, den Angreifer_innen eine Holzlatte zu entwenden und sich damit zur Wehr zu setzen.
Nachdem die Täter_innen von ihm abließen und die Flucht ergriffen hatten, rief der Mann die Polizei und wurde von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht.
Laut „BZ-online“ wurde der Übergriff von umstehenden Passant_innen beobachtet, von denen allerdings niemand eingriff.
Quelle: „die tageszeitung“ (taz) vom 25.5.2010, Seite 21; BZ-online

17.05.2010:
Im Ortsteil Niederschönhausen wird ein Bewohner eines Hauses von einem anderen Mieter rassistisch beleidigt und massiv bedroht. Zuvor hatte der Täter ein Baumstück in die Richtung der Kinder des Geschädigten geworfen. Als Mieter_inn_en den Mann darauf ansprechen wollen, agiert der sehr aggressiv und droht damit, Leute zu kennen, die dafür sorgen werden, das der Geschädigte nichts mehr zu lachen haben werden. Die Polizei nimmt eine Anzeige wegen Beleidigung auf.
Quelle: ReachOut

06.05.2010:
Auf der Website der Freien Nationalisten Berlin-Mitte brüskieren sich Neonazis damit, in Pankow Plakate für eine Demonstration am 8. Mai 2010 in Brandenburg/Havel verklebt zu haben. Laut ihrer Website seien es um die 100 Plakate gewesen, vorgefunden wurden bis dato allerdings „nur“ etwa 30 Plakate und um die 100 Aufkleber. Ihr Weg führte sie auch zum KuBiZ in der Bernkasteler Straße in Berlin Weißensee, wo sie ebenfalls Plakate und Aufkleber hinterlassen haben.
Außerdem wurden entlang ihrer Route durch die Bizetstraße und entlang der Mahlerstraße in Weißensee mehrere Schmierereien und Aufkleber festgestellt. Unter anderem die Schriftzüge „Sieg Heil“, „88″, „NS“, „C4 for Reds“ sowie Hakenkreuze. Auffällig ist, dass jedes „S“ in den Schriftzügen in Form einer Sig-Rune geschrieben ist.

Mehr Bilder, bitte auf ein Bild klicken.

Quellen: Website der Freien Nationalisten Berlin-Mitte / Zeug_innen / Eigener Bericht /indymedia

01.05.2010:
- Zwischen 600 und 700 Kamerad_innen der Freie Kameradschaften, NPD und JN aus dem gesamten Bundesgebiet wollen in Berlin Prenzlauer Berg eine Demonstration durchführen. Sie wollen dabei vom S-Bahnhof Bornholmer Straße entlang der S-Bahnstrecke bis S-Bahnhof Landsberger Allee laufen. Durch Massenblockaden muss die Route allerdings stark verkürzt werden, sodass der Demonstrationszug gerade einmal 800 Meter weit laufen kann und dann wieder zum Ausgangspunkt zurückmarschieren muss. Laut Kommentaren bei Altermedia streifen vereinzelt auch Kamerad_innen durch die Gegendemonstrationen. Dies wird dadurch verstärkt, dass in der Blockade in der Wichertstraße ein Reifen des Lautsprecherwagens zerstochen wurde (andere Motivation kann allerdings nicht ausgeschlossen werden), in der Umgebung der Demonstrationen linke und alternative Menschen von Neonazis überfallen sein sollen (Information nicht gesichert) und dass wohl in der Erich-Weinert/Greifenhagener Straße vier Kamerad_innen von Antifaschist_innen enttarnt wurden (Information ebenfalls nicht gesichert). Pankower Neonazis trafen sich zuvor am S-Bahnhof Pankow um gemeinsam anzureisen.
Update vom 1.9.2010:
Laut Medienberichten plante ein Neonazi aus Aachen einen Anschlag zu verüben. Als er zur Vorkontrolle kam, warf er mehrere Gegenstände weg, die bei der Überprüfung der Gegenstände als Reizgas sowie neun selbstgebastelte Sprengsätze mit Glasscherben versehen identifiziert wurden. Er flüchtete. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den Mann. Er wurde am 1. September 2010 in Nordrhein-Westphalen festgenommen.
Quelle: Medienberichte, Eigener Bericht, Altermedia, EAG, tagesspiegel.de

27.04.2010:
Eine Gruppe von etwa 20 Neonazis zieht am frühen Abend vom Antonplatz über die Greifswalder Straße, Wichertstraße, Ostseestraße, Prenzlauer Allee, Wisbyer Straße und Bornholmer Straße zum dortigen S-Bahnhof und verkleben mehrere hundert Aufkleber. Sie werden direkt im Anschluss entfernt.
Quelle: EAG

24./25.04.2010:
In Karow werden Aufkleber von NPD, Freien Kräften (u.a. Teltow-Fläming), NW-Berlin und weiteren rechten Gruppen verklebt.

24./25.04.2010:
Im Laufe des Wochenendes werden in Prenzlauer Berg am Kollwitzplatz Hakenkreuze geschmiert. Ebenfalls betroffen ist die Pankower Geschäftsstelle der Partei DIE LINKE., an deren Eingangstür ein NPD-Aufkleber gegen Moscheen vorgefunden wird.
Quelle: Tagesspiegel, Eigener Bericht

23.04.2010:
In Heinersdorf (am Bahnhof und an Straßenbahnhaltestellen) werden erneut 20 Aufkleber (NPD und NW Berlin) gefunden und entfernt.
Quelle: EAG

19.04.2010:
An einem Mülleimer am Ossietzkyplatz wird ein geschmiertes Hakenkreuz entdeckt.
In direkter Umgebung befinden sich etliche Aufkleber, die den 1. Mai thematisieren. Dies war bereits die dritte Aufkleberwelle in diesem Ortsteil. (vgl. 2.4.2010 und März 2010)
Quelle: Eigener Bericht

17.04.2010:
An dem Mittelalterfest in der Schießanlage Schönholzer Heide nehmen mehr als ein dutzend erkennbare Neonazis, darunter auch NPD-Aktivisten wie Diego Pfeiffer, teil. T-Shirts und Aufnäher mit Aufdrucken, wie „Combat 18″, „Hasta la vista Antifascista“ und „Deutschland ist größer als die BRD“ wurden offen getragen.
Quelle: EAG

12.04.2010:
Die „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BüSo) führt einen Infostand vor dem Postamt am S+U Bahnhof Pankow durch.

07.04.2010:
Laut Website des nationalen Widerstands Berlin wird in Prenzlauer Berg, F-Hain und Mitte (jeweils Neubausiedlungen) mittels Flugblättern und Aufklebern für die 1. Mai-Demonstration mobilisiert.

04.04.2010:
Am selben Schild einer Supermarktkette in der Mahlerstraße (vgl. 2.2.2010) wird der Schriftzug „NS Jetzt“ festgestellt. Auf der gegenüberliegenden Hauswand wird für eine neofaschistische Website geworben. Selbiges wurde allerdings bereits durchgestrichen, was darauf hindeutet, dass sich beide Schriftzüge bereits seit längerem dort befinden.
Nachtrag vom 10.5.2010:
Wie von der NEA auf Indymedia berichtet, befinden sich beide Schriftzüge offensichtlich bereits seit der Nacht vom 1. zum 2. März dort. Außerdem waren die Sprühereien offensichtlich ausführlicher, als angenommen.

Quelle: eigener Bericht / Indymedia

03.04.2010:
Am Antonplatz in Berlin Weißensee führen Neonazis der JN Pankow, der NPD KV 8 und der „Freien Kräfte“ einen Infostand durch. Dabei werben sie für ihre Demonstration am 1. Mai in Berlin. Zuvor warb die Gruppe mit einem Transparent auch am Autobahnzubringer an der Prenzlauer Promenade für ihre Demonstration.
Quelle: Indymedia, Website des Nationalen Widerstands Berlin, Zeug_innenberichte

02.04.2010:
- Anfang April werden mehrere Sticker des NW-Berlin, der JN, der Freien Kräfte Teltow und weiterer Nazigruppen in Karow-Nord und Alt-Karow verklebt.
- In der Gäblerstraße und deren Umgebung in Weissensee werden in den letzten Tage täglich massiv Aufkleber des NW Berlin zum 1. Mai und Sticker der NPD verklebt.
Quelle: Anwohner_innen (übernommen von der EAG)

29.03.2010:
Anwohner_innen eines Hauses in der Wichertstraße in Prenzlauer Berg entdecken einen gekritzelten Davidstern sowie Naziaufkleber im Hausflur. Auf einem Sticker wird der 8. Mai umgedeutet, auf dem anderen heißt es nationalistisch „Berlin muß deutsch bleiben“.
Quelle: EAG

28.03.2010:
Naziaufkleber, auf denen für einen Aufmarsch am 1. Mai in Berlin mobilisiert wird, werden breit gestreut in Pankow vorgefunden und entfernt. Darunter in der Berliner Straße, Neumannstraße, Mühlenstraße und Maximilianstraße.
Quelle: EAG

24.03.2010:
In Buch werden Flugblätter mit den Themen „Minarettverbot“ und „Wirtschaftskrise“ gesteckt. Im Anschluss an diese Aktion besuchten die beteiligten Personen noch einen Friedhof in der Umgebung, um die Menschen zu ehren, die „durch die bestialische Rote Armee ums Leben kamen“. Sie wollten damit den „Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft“ gedenken.
Quelle: Website des nationalen Widerstands Berlin

18.03.2010​
Drei Neonazis haben in der Nacht zum Donnerstag in Prenzlauer Berg mehrere Homosexuelle beleidigt. Im Biergarten einer Diskothek an der Sredzkistraße war es zum dem Vorfall gekommen. Ein 22-Jähriger ist dann auf zwei 26 und 35 Jahre alte Männer zugegangen, zeigte ihnen gegenüber den Hitlergruß und sprach von „vergasen“. Danach floh er. und wurde anschließend festgenommen.
Quelle: Presse

9./10.03.2010:
Am Buchladen „Schwarze Risse“ in Prenzlauer Berg werden zwei Frontscheiben eingeworfen.
Quelle: http://naziterror-stoppen.tk/

06.03.2010:
Mitglieder des „Nationalen Widerstands Berlin“ führen vor dem Rathauscenter in Pankow und dem Mühlenbergcenter in Prenzlauer Berg Info-Stände zur Mobilisierung für den für den 1. Mai 2010 angekündigten Neonaziaufmarsch durch.
Quelle: Website des Nationalen Widerstands Berlin

März 2010:
Im gesamten Bezirk, insbesondere aber in Niederschönhausen und Klein-Pankow tauchen vermehrt Aufkleber des Nationalen Widerstands Berlin sowie der NPD auf, die sich auf das Thema „Moschee“ beziehen sowie zur Mobilisierung für eine Demonstration am 1. Mai in Berlin.

20.02.2010:
Im gesamten Berliner Raum werden Drohbriefe vom „Kommando 13. Februar“ an Unterzeichner_innen des Aufrufs zu den Blockaden am 13. Februar 2010 in Dresden geschickt. Diese wurden offensichtlich persönlich bei den Privatadressen der Betroffenen eingesteckt, da sie nicht frankiert waren.
In den Drohbriefen befand sich ein Streichholz und ein weißes Blatt Papier mit der Aufschrift „Kommando 13. Feb … dein leben interessiert uns brennend …“ (siehe Abbildung) .
Unter den Bedrohten findet sich auch der Pankower Direktmandatsträger für den Bundestag, Stefan Liebich.
DIE LINKE. Pankow hat Strafanzeige wegen Bedrohung gestellt. Den Bedrohten wird empfohlen, sich an das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (MBR), die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer und antisemitischer Gewalt (reachOut) oder die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) zu wenden.

Drohbrief an die Unterzeichner_inn_en des Aufrufs von 'Dresden, Nazifrei!' zum 13. Februar 2010

Quelle: tagesspiegel, Neues Deutschland, Süddeutsche Zeitung, BZ, Störungsmelder, mbr Berlin, VVN-BdA,…

19.02.2010:
Die NPD verteilt flächendeckend in den Straßen um das Rathaus-Center in Briefkästen Parteipropaganda zur Bombardierung Dresdens.
Quelle: EAG

16.02.2010:
Am Dienstag Nachmittag führt die BÜSO einen Stand am U-Bhf Eberswalder Straße in der Kastanienallee durch.
Quelle: EAG

14.02.2010:
In Unterführung und auf dem Bahnsteig des S-Bhf Greifswalder Straße werden ein dutzend Aufkleber des „Nationalen Widerstands Berlin“ und des „Resistores“ gefunden und entfernt.
Quelle: EAG

10.02.2010:
Unbekannte haben in der vergangenen Nacht an einem Wohnhaus eines Jugendprojektes in Prenzlauer Berg mehrere Schriftzüge rechtsextremistischen und beleidigenden Inhalts mit Farbe an die Wände geschmiert. Gegen 6 Uhr 40 alarmierte eine 31-jährige Mitarbeiterin einer Wohngemeinschaft für Mädchen die Polizei in die Oderberger Straße, weil bislang unbekannte Täter unter anderem den Boden der Einfahrt mit einem etwa 60 × 90 cm großen Hakenkreuz und den Worten „Raus mit euch!“ sowie eine Hofwand mit zwei Davidsternen besprüht hatten. Darüber hinaus wurden im Wohnhaus mehrere sexistische Parolen an die Wände geschmiert.
Quelle: Pressedienst der Polizei

09.02.2010:
Der Neonaziladen „Harakiri“ in der Bornholmer Straße wird durch den Betreiber Henry Harms und seine Mitarbeiter_innen geräumt. Schon zuvor hatte das Geschäft nur noch sporadisch geöffnet.
Quelle: EAG

07.02.2010:
In der Tram M1 zwischen Schönhauser Allee und Rosenthaler Platz grölen vergangene Nacht zwei Männer „Deutschland, Deutschland, schmeißt die Neger an die Wand, Deutschland ist ein schönes Land…“.
Quelle: EAG

02.02.2010:
In der Mahlerstraße (Weißensee) wird an einem Schild einer Supermarktkette ein mit Edding gemaltes Hakenkreuz festgestellt. Die MitarbeiterInnen des Supermarktes wurden darüber informiert.

29./30.01.2010:
Am Kultur und Bildungszentrum „KUBIZ“ wird eine Scheibe eingeworfen.
Quelle: http://naziterror-stoppen.tk/

28.01.2010:
Die Inneneinrichtung der „Bunten Kuh“ wird wieder zerstört.
Quelle: http://naziterror-stoppen.tk/

28.01.2010:
Neben der Haustür der „Villa der Freundschaft“ am S-Bahnhof Wollankstraße wird in den Abendstunden zwischen 20:30 und 21:30 ein umgedrehtes Hakenkreuz geschmiert. Die Villa der Freundschaft ist ein Haus der Falken Berlin in dem Jugendliche und Kinder ihre Freizeit verbringen können.
Quelle: eigener Bericht

15.01.2010:
Im Treppenhaus des Jugendzentrums „Bunte Kuh“ und des Kultur und Bildungszentrums „KUBIZ“ werden Teile der Inneneinrichtung von Unbekannten beschädigt. Es entstehen massive Sachschäden.
Quelle: http://naziterror-stoppen.tk/

14.01.2010:
Wegen Verdachts des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung haben Beamte der Landeskriminalämter Berlin und Sachsen gestern vier Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Tiergarten vollstreckt. Betroffen waren die Wohnungen eines 36- und eines 40-Jährigen in Weißensee und Mitte sowie die Wohnung eines 29-Jährigen und eine Geschäftsadresse in Chemnitz. Die Durchsuchungen fanden um 12 Uhr statt und führten zur Beschlagnahme von 140 CDs, Aufklebern, Buttons, Schlüsselanhängern, 113 T-Shirts mit dazugehörigen Aufdrucken, Speichermedien sowie zahlreichen Geschäftsunterlagen.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, eine CD produziert und vertrieben zu haben, die Lieder mit strafbaren Propagandatexten und Volksverhetzungen enthält. Beispielsweise fordert ein Lied über den Hitlerputsch von 1923 zum Weiterführen der damaligen NSDAP-Bestrebungen auf. Ein anderer Titel macht sich über den Holocaust lustig und bezeichnet diesen als Phantasie. In einem weiteren Stück werden Polizisten in Bezug auf ihren Einsatz gegen eine rechtsextremistische Veranstaltung verunglimpft.
Quelle: Polizeiticker, Zeitungsberichte

04.01.2010:
Die „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BüSo) führt am S-Bahnhof Greifswalder Straße einen Infostand durch.
Quelle: Eigener Bericht

10.12.2009:
An einem Laden in der direkten Umgebung des S+U Schönhauser Allee, dessen Besitzer einen Migrationshintergrund hat, wird ein NPD-Aufkleber „Kauft deutsche Produkte“ verklebt.
Quelle: Eigener Bericht

21. November 2009
Während einer Veranstaltung der evangelischen Kirche in der Elsa-Brandström-Straße wird einem 45-Jährigem von einem unbekannten Mann, der als „Rechter“ beschrieben wird, ins Gesicht geschlagen. Er erleidet leichte Verletzungen.
Quelle: ReachOut Berlin Chronik 2009

zwischen dem 18.11.2009 und 20.11.2009:
Unbekannte kleben an der Kreuzung Schönhauser Allee/Bornholmer Straße und Dänenstraße unten abgebildete Zettel an Hauswänden, Wartehäuschen und Laternenpfähle. Bei den Unbekannten handelt es sich vermutlich um Nationalist_innen, da Formulierungen im Flugblatt darauf hindeuten.

18.11.2009:
Rechtsextremisten starten eine berlinweite Chronik über mehr oder weniger linke Vorkommnisse in Berlin. Dabei outen sie Namen und zum Teil Adressen von politischen Gegnern.

15.11.2009:
Auf dem Friedhof Blankenburg hält die NPD ihr jährliches Heldengedenken ab.
Quelle: npd-pankow.de

9.11.2009:
Laut der Website des Nationalen Widerstands Berlin fand in Prenzlauer Berg „eine Vortragsveranstaltung zur ‚Berliner Kampfzeit‘ statt.“ Dabei wurde in offensichtlich geschichtsrevisionistischer Art und Weise vom Kampf der SA und der NSDAP um Berlin betrachtet.
Das Datum der Veranstaltung wurde auf den 9.11. gelegt, da am 09.11.1923 der Hitler-Ludendorff-Putsch war, bei dem „sechzehn Nationalsozialisten im Kampf um Deutschlands Freiheit fielen.“
Quelle: Website des Nationalen Widerstands Berlin

22.10.2009:
Die NPD und JN Pankow verteilen im Ortsteil Heinersdorf Flugblätter, in der gegen das einjährige Bestehen der Moschee gehetzt wird. Am Abend protestieren – laut Website des Nationalen Widerstands Berlin – ortsansässige Nationalisten gegen die Moschee.

Wahrscheinlich am selben Tag standen Mitglieder der NPD Pankow auf der Autobahnüberbrückung (A114) der Straße 74 und verbreiteten auf Transparenten Slogans, die sich gegen die Moschee richteten.
Quelle: Website des Nationalen Widerstands Berlin

15.10.2009:
In der Nacht vom 15.10. zum 16.10. verkleben Nazis im Großraum Pankow Plakate, welche zu einer Demonstration am 17.10. in Leipzig aufrufen.

10.10.2009:
Am Abend nach dem Naziaufmarsch ziehen kleinere und größere Gruppen von Neonazis durch ganz Berlin. Später soll es immer wieder zu einzelnen Vorkommnissen gekommen sein.

06.10.2009:
In der Straßenbahnlinie M 4 haben zwei Männer einen Jugendlichen fremdenfeindlich beleidigt. Als der 16-Jährige daraufhin am S-Bahnhof Greifswalder Straße gegen 23:10 Uhr das Abteil wechselte, folgten ihm die beiden und beschimpften ihn weiter. Weitere Fahrgäste drängten den 16-Jährigen, mit ihnen an der nächsten Haltestelle auszusteigen, um weiteren Aggressionen aus dem Weg zu gehen. Beim Verlassen der Straßenbahn traten die beiden Männer nach dem Jugendlichen, ohne ihn jedoch zu verletzen. Alarmierte Polizisten nahmen die beiden Täter im Alter von 22 und 27 Jahren wenig später fest. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Tagesspiegel

02.10.2009:
Die „BüSo“ (Bürgerrechtsbewegung Solidarität) führt vor dem Rathauscenter Pankow einen Infostand durch.

27.09.2009:
Bei der Bundestagswahl 2009 erhält die NPD in Pankow 2,3% (absolut: 3 702) der Erststimmen und 1,7% (absolut: 3 472) der Zweitstimmen. Absolut hat die NPD im Vergleich zum Jahr 2005 geringe Verluste bei den absoluten Stimmen (-112/-415) gehabt. Die DVU errang 0,1% (absolut: 269) der Zweitstimmen. Sie stellte keinen Direktkandidaten und hielt ihre Wählerzahl konstant (2005: 269).
Quelle: Landeswahlleiter Berlin

22.09.2009:
Die NPD hängt Wahlplakate zwischen S+U Bornholmer Straße und der Straßenbahnhaltestelle Björnsonstraße.

21.09.2009:
Opfer eines tätlichen Angriffs sind in der Nacht zum vergangenen Samstag drei junge Männer im Alter von 19, 23 und 34 Jahren am Volkspark Friedrichshain im Prenzlauer Berg geworden. Gegen 1 Uhr 15 hatte eine Jugendgruppe die Männer von der Straßenbahnhaltestelle Greifswalder Straße kommend auf dem Weg zur Straße am Friedrichshain verfolgt. Mit den Worten: „Jetzt machen wir die Schwuchteln fertig“ griff zunächst ein Täter aus der Gruppe heraus den 19-Jährigen an und trat ihm in den Rücken. Den 34-jährigen Mann erfasste ein weiterer Täter und wollte ihn mit der Faust ins Gesicht schlagen, was dieser aber mit einer Ausweichbewegung verhindern konnte. Andere Mitglieder der Jugendgruppe versuchten zu schlichten, worauf beide Täter flüchteten. Im weiteren Verlauf wurde der 23-jährige Mann durch eine 17-Jährige aus der Jugendgruppe beim Versuch, sie als Zeugin für die alarmierte Polizei festzuhalten, getreten und mit einer Bierflasche beworfen, die seinen Kopf nur knapp verfehlte. Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle: Polizeibericht

zwischen 11.09.2009 und 21.09.2009:
In der Mahlerstraße in Weißensee zwischen Bizetstraße und Berliner Allee werden rechtsextreme Schriftzüge an den Hauswänden eines Kinderclubs, der Vokshochschule und eines Bordells angebracht. Unter anderem: „C4 for Reds!“ „Smash Antifa“, „Anti-Antifa-Area“, Good Night Left Side“ und „NS-Revolte“. An einem Wahlplakat der Partei DIE LINKE wird der Schriftzug „Volk Tod“ vorgefunden. Antifaschisten haben einzelne Schmierereien versucht umzugestalten.
Fotos:

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19.09.2009:
Die NPD führt in Karow einen Infostand durch.

18.09.2009:
- Die NPD nutzt die zumeist weiß-übermalten Wahlplakate weiterhin, indem sie ihr Logo nochmal auf die weiße Farbe raufklebt.
- In Pankow-Niederschönhausen werden folgende Aufkleber verklebt:

zum Vergrößern bitte anklicken
- an der Straßenbahnhaltestelle Pankow Kirche werden an einen Laternenpfahl „Werde aktiv“-Aufkleber des NW-Berlin verklebt.

15.09./16.09.2009:
Am Abend und in der Nacht vom 15.09.2009 zum 16.09.2009 werden in den Ortsteilen Pankow und Niederschönhausen Plakate mit dem Slogan „Recht auf Zukunft“ geklebt und größtenteils entfernt. Damit möchten Nationale Sozialist_innen für eine Demonstration Mitte Oktober in Leipzig mobilisieren.

12.09.2009:
In Niederschönhausen vor REWE (Hermann-Hesse-Straße/Waldstraße) führt die NPD einen Infostand durch. Die betreuenden Personen können nach Zeugenberichten der NSBM-Szene zugerechnet werden.

10.09.2009:
- Am Abend wird Jörg Hähnel (Bundestags-Kandidat der NPD in Pankow) mit 9 weiteren Neonazis gesehen, wie er in der Nähe des S+U Bahnhofs Pankow NPD-Plakate hängt. Die Gruppe zieht danach weiter in Richtung Schönhauser Allee.
- Am U-Bahnhof Vinetastraße wird gegen 22 Uhr ein Antifaschist von zwei Neonazis aus der oben benannten Gruppe angegriffen. Der Antifaschist kann mit seinem Fahrrad ausweichen und entkommen.
Quelle: ReachOut Berlin Chronik 2009

09.09.2009:
Die NPD plakatiert für die Bundestagswahl 2009 in Niederschönhausen in der Dietzgenstraße und in der Schillerstraße.
Quelle: ASV

07.09.2009:
Die NPD plakatiert für die Bundestagswahl 2009 in der Umgebung um den S+U Pankow, Rathaus Pankow und Pankow Kirche sowie in der Großsiedlung zwischen Greifswalder Straße und Landsberger Allee, in Karow und in Buch.

06.09.2009:
Der „Nationale Widerstand Berlin“ (NW-Berlin) veröffentlicht auf seiner Internetseite einen Artikel in welchem über eine „Jugendoffensive“ berichtet wird. In Folge dieser sog. Jugendoffensive wurden Flyer des NW-Berlin vor der OSZ II Bautechnik in Weißensee und vor dem Lindencenter in Hohenschönhausen verteilt. Laut NW-Berlin sollen weitere Oberschulen und Oberstufenzentren folgen.

02.09.2009:
Zwei Neonazis sollen von laut Augenzeug_innen dabei gesehen worden sein, wie sie gegen 8:30 Uhr am S+U Bahnhof Pankow CD’s und weiteres Propagandamaterial der NPD an Jugendliche verteilen.
Quelle: Bericht von Augenzeug_innen.

01.09.2009:
- Im Gleimviertel werden zahlreiche Rudolph-Hess- und „Sozial geht nur National“-Aufkleber der NPD an Regenrinnen und Laternenpfählen entdeckt und weitestgehend entfernt.
- Eine Mitarbeiterin des Bezirksamtes Pankow meldet der Polizei am Dienstag, dass in der Rietzestraße in Prenzlauer Berg vor dem Gebäude mit der Hausnummer 1 zwei Gedenksteine aus dem Gehweg gestohlen wurden. Nach weiteren Recherchen brachte die Mitarbeiterin in Erfahrung, dass die „Stolpersteine“, die an Naziopfer erinnern, bereits vor dem 4. August entwendet worden sein müssen.
Quelle: Polizeibericht
- Auf einer Parkbank auf dem Teutoburger Platz werden Nazischmierereien entdeckt und entfernt.
Quelle: EAG

Ende August 2009:
Die NPD hängt an den Hauptstraßen im Ortsteil Weißensee Plakate anläßlich der bevorstehenden Bundestagswahlen am 27. September auf.
Quelle: EAG

29.08.2009:
Die Pankower NPD verstößt gegen das Parteienverbot auf dem traditionellen Weißenseer Blumenfest und stellt sich zunächst mit etwa zehn Anhänger_innen, darunter Diego P., Andy F. und Daniel S., direkt auf das Fest. Nachdem sie von Festleitung und Polizei verwiesen wird, weichen sie kurzzeitig an den Rand der Veranstaltung. Anschließend findet ein weiterer NPD-Stand nahe des Moscheegeländes in Heinersdorf statt, zu dem sich 5 weitere Neonazis gesellen.
Quelle: EAG

26.08.2009:
In Karow werden nachts Aufkleber „Kulturen erhalten heißt Vielfalt verwalten“ verklebt.

17.08.2009:
Am S+U-Bahnhof Pankow werden „Kulturen erhalten heißt Vielfalt verwalten“-(NW Berlin und Burschenschaft Thormania) und „Hier ist Deutschland“-Aufkleber (NPD) verklebt.

15.08.2009:
Unbekannte stahlen am Morgen eine Bronzetafel in der Germanenstraße in Niederschönhausen. Eine Objektschutzstreife bemerkte gegen 7 Uhr 30 den Diebstahl der Tafel, die am Sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide zum Gedenken gefallener Sowjetsoldaten angebracht war.
Quelle: Polizeibericht

08.08.2009
Neonazis attackieren gegen 18 Uhr 40 in der Elsa-Brändström-Straße zunächst eine 26jährige Deutsch-Libanesin, die gerade das dortige Solarium aufsuchen möchte. Nachdem die beiden Männer und eine Frau sie zunächst anpöbeln, schlägt ihr einer der Männer mit der Faust in das Gesicht und auf den Oberkörper. Zwischenzeitlich eilt ihr 31jähriger türkischer Partner, der vor dem Solarium im Auto wartet, zu Hilfe, wird sofort von einem der Unbekannten festgehalten und geschlagen. Er fällt dabei zu Boden. Anschließend schlagen die beiden Männer weiter auf ihn ein. Sie lassen erst von ihrem Opfer ab, als zwei Passanten dazu kommen. Daraufhin flüchteten die Schläger und ihre Begleiterin mit einem Auto. Während die drei in Richtung Neumannstraße losfahren, zeigt einer der Männer aus dem Wagen heraus den Hitlergruß. Sowohl die 26jährige, als auch ihr Partner erleiden Verletzungen, die ambulant behandelt werden müssen. Das Fahrzeug der beiden wird ebenfalls beschädigt.
Quelle: Polizei- und Medienberichte

07.08.2009
Im Nordischen Viertel (Prenzlauer Berg) werden Aufkleber der Kampagne „Kulturen erhalten – Vielfalt verwalten“ des Nationalen Widerstands Berlin und der Burschenschaft Thormania verklebt.

07.08.2009
Zwei Männer im Alter von ca. 40-50 Jahren versuchen einen Stand der Welt-Retten-Kampagne der Linksjugend [’solid] am Volkspark Friedrichshain zu stören, indem sie den Stecker der Stromversorgung ziehen und später mit ihrem silbernen Kombi versuchen das Stromkabel zu beschädigen.
Quelle: Eigener Bericht

03.08.2009
Zwischen Bornholmer Straße und dem S-Bhf Pankow werden mehrere dutzend Aufkleber des NW Berlin zum Thema „deutsche Kultur“ gefunden und entfernt.
Quelle: EAG

28.07.2009
In der Kleingartenanlage „Frohsinn“ am Rosenthaler Weg wird ein 29jähriger von einem 46jährigen Mann rassistisch beleidigt. Der Rassist nahm es seiner 47jährigen Grundstücksnachbarin übel, dass sich der Beleidigte zu Besuch bei ihr aufhielt.
Quelle: Polizeibericht

07.07.2009
Gegen 21 Uhr bedrohen in der Seelower Straße im Prenzlauer Berg zwei Männer (19 und 22 Jahre) zunächst eine Anwohnerin und brüllen dann antisemitische Parolen. Die Polizei kann durch Hilfe einer weiteren Anwohnerin die beiden schließlich in der Wohnung des 22jährigen feststellen und nimmt deren Personalien auf. Ermittelt wird wegen Volksverhetzung und Bedrohung.
Quelle: Polizeibericht

05.07.2009
- Ein 20-Jähriger alarmierte heute früh die Polizei in die Prinzenallee in Gesundbrunnen, weil er eine Anzeige wegen Belästigung aufgeben wollte. Bei ihrem Eintreffen erwartete die Beamten ein laut schimpfender und stark alkoholisierter Anrufer. Während der Klärung des Sachverhaltes hob der Mann zweimal den Arm zum „Deutschen Gruß“ und rief laut „Heil Hitler“. Er wurde nach einer Blutentnahme entlassen und sieht nun einem Verfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen entgegen.
Quelle: Polizeibericht

- Ein Passant macht eine am Straßenrand stehende Polizeistreife auf zwei kleine Hakenkreuze, die in die Augen eines solchen Graffittis gemalt wurden, aufmerksam.

03.07.2009
In Pankow werden Flyer in Briefkästen gesteckt, welche zum Boykott israelischer Waren aufrufen. Infos folgen
Quelle: Eigener Bericht

28.06.2009
Am S/U Bahnhof Pankow werden Hakenkreuz- und „Sieg Heil“ – Schmiererein angebracht und später entdeckt.

im Zeitraum vom 22.06.2009 bis 26.06.2009
In Pankow-Niederschönhausen werden an der Hauswand der Dietzgenstraße 24 zwei Sig-Runen gesprüht. Zwei aufeinander folgende Sig-Runen bilden das Logo der „SS“.
Nachtrag vom 17.9.2009: Nach drei Monaten wurden die ca. 1×1 Meter großen Sig-Runen übermalt.

22.06.2009
Zwei Männer ziehen nächstens u.a. durch die Gaudystraße und brüllen Naziparolen. Die durch Anwohner_innen alarmierte Polizei kann gegen 23 Uhr einen 37jährigen sowie einen 38jährigen ausfindig machen. Sie rufen u.a. „Heil Hitler“ und heben den rechten Arm.
Quelle: Polizeibericht

Mitte Juni:
Am Ausgang des Broseparks im Ortsteil Niederschönhausen wird ein gesprühtes Hakenkreuz entdeckt.
Quelle: EAG/ Pankower Register

14.06.2009
Gegen 0.30 Uhr treffen drei bekannte Pankower Rechtsextreme in der Berliner Straße auf einen alternativen Jugendlichen und verfolgen diesen. Als dieser in einen türkischen Imbiss einkehrt, beschimpfen die Neonazis den Jugendlichen rassistisch, „dass es nicht deutsch sei, beim Türken zu kaufen“. Anschließend verkleben die Rechten in der Berliner-, Breiten- und Ossietzkystraße zahlreiche Kampagnen-Aufkleber des „Nationalen Widerstandes Berlin“ zum 17. Juni, der „Hilfsgemeinschaft für Nationale Gefangene“ (HNG) und Sticker mit dem Spruch „Anti-Antifa Netwerk – Good Night Left Side“. Außerdem entfernen sie Antifaaufkleber.

06.06.2009 – 20.06.2009
Im gesamten Großraum Pankow und Prenzlauer Berg treten vermehrt Sticker der JN und des NW Berlin mit thematischem Bezug zum 17.Juni auf und werden umgehend überklebt und/oder entfernt.
Quelle: Eigener Bericht/emanzipative & antifaschistische Gruppe

06.06.2009
Im Umfeld des S-Bhf Pankow werden Aufkleber und Plakate des NW Berlin geklebt, die sich inhaltlich mit dem 17.Juni 1953 befassen. Sie werden restlos entfernt.
Quelle: emanzipative & antifaschistische Gruppe

22.05.2009
Opfer eines fremdenfeindlichen Übergriffs wurde ein 17-Jähriger gestern Abend in Prenzlauer Berg.
Der Jugendliche hielt sich mit Freunden auf einem Spielplatz an der Kreuzung Erich-Weinert- Ecke Gubitzstraße auf, als kurz vor 19 Uhr ein 14-Jähriger ihn aufgrund seines asiatisches Aussehens beleidigte. Als der Jugendliche nicht weiter auf die Beschimpfung einging, stürmte der 14-Jährige auf ihn zu und schlug mehrfach auf ihn ein. Ein Kumpel des Schlägers griff den Jugendlichen ebenfalls an und trat ihm in den Bauch. Der erste Angreifer zündete dann mit einem Feuerzeug die Haare des 17-Jährigen an. Anschließend schlugen beide ihn zu Boden. Danach flüchteten die Täter. Alarmierte Polizeibeamte konnten die beiden 14-Jährigen noch in der Nähe festnehmen. Der 17-Jährige kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

21.05.2009
Am „Männertag“ treffen am Bahnhof Karow ca. 40-50 stark alkoholisierte und teilweise als offen rechtsextrem erkennbare Personen mit einen Regionalzug aus Brandenburg an und pöbeln auf dem Bahnsteig Passant_innen an. Einheiten der Bundespolizei rücken an und der deutsche Mob zieht mit der S-Bahn weiter Richtung Innenstadt. Ein Text zum „Männertag“ findet ihr auf der Seite der Gruppe Iskra klick.

16.05.2009:
Die NPD Pankow fürht Info-Stände in Wilhelmsruh und Heinersdorf, gegenüber der Moschee, durch.
Quelle: EAG

12.05.2009
Gegenüber des „STEP-Centers“ in der Neumannstraße werden Kleinplakate von Nazis zum 8.Mai (Tag der Befreiung) an Stromkästen entdeckt und entfernt.

08.05.2009
Die NPD Pankow hält eine Versammlung auf dem Friedhof in Blankenfelde an. Dabei werden Reden gehalten und Kränze niedergelegt.

07.05.2009
Nachmittags werden in Pankow Aufkleber und Plakate vom Nationalen Widerstand Berlin entdeckt und entfernt. In den Abendstunden ziehen Neonazis durch den Großbezirk Pankow und verkleben „8.Mai – Wir feiern nicht!“ Aufkleber. Die Tage zuvor kam es immer wieder zu großflächigen Klebeaktionen zum „8. Mai“.
Quelle: eigener Bericht

- Das der extrem rechten Zeitung Junge Freiheit nahestehende Institut für Staatspolitik (IfS) mit Sitz im sachsen-anhaltinischen Albersroda plant nach einer am 7. Mai verbreiteten Meldung des antifaschistischen Informationsdienstes „blick nach rechts – bnr.de“ einen Kongreß mit bis zu 200 Teilnehmer_innen in der „GLS – Sprachschule Berlin“ in der Kastanienallee im Ortsteil Prenzlauer Berg. Thema der am 9. Mai geplanten Veranstaltung soll „Die deutsche Frage und das Jahr 1989“ sein. Die Sprachschule, der die politische Richtung des IfS bei Vertragsabschluß nicht bekannt gewesen sein soll, kündigte die Vereinbarung nach Bekanntwerden des Falles noch am gleichen Tag einseitig und ließ verlautbaren, mit derlei Positionen nichts gemein haben zu wollen. Das IfS gilt als „Denkfabrik der neuen Rechten“.
Quelle: EAG

05.05.2009:
Diverse Exemplare einer antisemitischen und geschichtsrevisionistischen Hetzschrift ohne Angabe des/der Herausgeber_innen werden auf mehreren Sitzen der Buslinie 200 entdeckt.
Quelle: Netzwerkstelle [moskito]

02.05.2009:
Die VNNO hinterlässt erneut ihre rassistische Propaganda im Internet-Gästebuch der OASE Pankow des InterKULTURellen Hauses in Prenzlauer Berg.
Der Beitrag wird stark kritisiert und mit Verweis auf die interkulturelle Ausrichtung der OASE gelöscht.
Quelle: OASE Pankow

02.05.2009:
Eine Gruppe von Gästen wird vor dem schwul-lesbischen-trans* Cafe des Sonntags-Club spät am Abend von einer Gruppe Männer beschimpft.
Quelle: Sonntags-Club

01.05.2009
In Pankow, insbesondere im Ortsteil Niederschönhausen, werden kurz vor dem 8. Mai, Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus, zahlreiche Naziplakate zum Thema entdeckt und entfernt.
Quelle: Emanzipative & Antifaschistische Gruppe

Ende April 2009
Im Bereich Hans-Eisler Straße werden Aufrufe (A3-Plakate) zur 1.-Mai-Veranstaltung der NPD in Berlin-Köpenick geklebt. Sie werden unkenntlich gemacht.
Quelle: Emanzipative & Antifaschistische Gruppe

28./29.04.2009
Neonazis verkleben in einigen Ortsteilen Pankows Aufkleber mit der Aufschrift „8.Mai 1945 – Vergewaltigung, Besatzung, Landraub, Mord – Wir feiern nicht!“.


Quelle: eigener Bericht

24.04.2009
An der Mauer des Jüdischen Friedhofs in der Indira-Gandhi-Straße in Weißensee prangt ein zirka vier Meter langen Schriftzug „Kritik an Israel ist kein Antisemitismus“. Auf der Ruhestätte, die als größter jüdischer Friedhof Europas zählt, sind auch unzählige Opfer der Shoa begraben.
Quelle: Emanzipative & Antifaschistische Gruppe

16.04.2009:
An einem Spielplatzschild in der Lilli-Henoch-Straße entdecken Anwohner_innen zwei Hakenkreuzschmierereien. Die Anwohner_innen informieren eine Woche später die Polizei, welche sich dafür nicht zuständig fühlt und den Anwohner_innen vorschlägt, sich an den Hausmeister zu wenden. Am 26.04.2009 entfernen die Anwohner_innen, da die Schmierereien immer noch nicht entfernt wurden, selbige selbstständig.
Quelle: Netzwerkstelle [moskito]

15.04.2009:
Ein dunkelhäutiger Mann und sein Sohn fahren durch die Fahrradunterführung in der Norwegerstraße (Prenzlauer Berg). An deren Ende an der Behmstraßenbrücke wird ihnen der Weg durch eine Frau und deren zwei Töchter verstellt. Bei dem Versuch des Jungen weiter zu fahren wird dieser von einer der Töchter vom Rad gestoßen und als „Nigger“ beschimpft. Daraufhin steigt der Vater vom Rad und fordert sie auf, seinen Sohn in Ruhe zu lassen. Um einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, fahren die beiden Männer weiter.
Quelle: NEA (North East Antifascists)/reachOut Berlin

14.04.2009:
Auf einem Pro-Ethik-Plakat wird ein aufgeschmiertes, großes Hakenkreuz festgestellt. Das Plakat wird entfernt.
Quelle: Netzwerkstelle [moskito]

12.04.2009:
Drei alkoholisierte Männer pöbeln mit homophoben Sprüchen im schwul-lesbisch-trans* Cafe des Sonntags-Club und bedrohen einen Mitarbeiter des Clubs.
Quelle: Sonntags-Club

09./10.04.2009:
In der Nacht von Donnerstag zu Freitag pöbeln 2 angetrunkene Rassisten in der Prenzlauer Allee/Am Steinberg Leute mit antiziganistischen und rassistischen Sprüchen an. Desweiteren beleidigen sie einen dunkelhäutigen Menschen in der Straßenbahn rassistisch an und randalieren mit einem Bushammer an der Straßenbahnhaltestelle.

09.04.2009:
Ein indonesischer Mann wird plötzlich von einem Nachbarn angespuckt, welcher auf die Frage, warum er dies tue mit „Du bist das Problem“ antwortete.
Quelle: OASE Pankow

07.04.2009:
Mitarbeiter_innen des Ordnungsamtes entdecken in der Grellstraße 75 ein Hakenkreuz und SS-Runen in silberner Farbe. Die Schmierereien werden entfernt.
Quelle: Integrationsbeauftragte des Bezirksamts Pankow

31.03.2009:
Ein Mann wird von einem anderen Mann in einem Fitnessclub rassistisch beleidigt. Das Opfer beschwert sich darüber beim Manager, welcher versucht das Verhalten des Beschuldigten zu rechtfertigen. Das Opfer kündigt daraufhin die Mitgliedschaft in diesem Fitnessclub.
Quelle: Netzwerkstelle [moskito]

28.03.2009:
Gegen 1 Uhr wird ein Jugendlicher, der von zwei Freunden begleitet wird, in der Rennbahnstraße von vier Männern rassistisch beleidigt. Ein Mann schlägt ihn mit der Faust und tritt ihm ins Gesicht, nachdem er am Boden liegt. Ein Täter wirft eine Glasflasche nach ihm. Der 16-Jährige flüchtet und wird von den Männern verfolgt, wobei einer einen abgebrochenen Flaschenhals in der Hand hält. Die Polizei, die von den Freunden alarmiert wird, kann einen 18-Jährigen festnehmen.
Quelle: Pressemeldung der Polizei, 29.03.2009, 1.04.2009

23.03.2009:
Mehrere Aufkleber der NPD werden zwischen Käthe-Niederkirchner-Straße und Bötzowstraße im Prenzlauer Berg entdeckt und entfernt.

23.03.2009:
Die VNNO hinterlässt erneut ihre rassistische Propaganda im Internet-Gästebuch der OASE Pankow des InterKULTURellen Hauses in Prenzlauer Berg.
Der Beitrag wird stark kritisiert und mit Verweis auf die interkulturelle Ausrichtung der OASE gelöscht.
Quelle: Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus

18.3.2009:
An einem Trafo-Haus, einem Altkleidercontainer und einer Hauswand in Prenzlauer Berg werden Hakenkreuzschmierereien, sowie SS-Runen, der Zahlencode „88″ und die Abkürzung „HH“ vorgefunden. Passanten entdeckten dies und informierten die Polizei.
Quelle: eigener Bericht

Anfang/Mitte März 2009:
Die NPD Berlin verteilt das rechtsextreme „Meinungsblatt“ „Weiter denken“ in Briefkästen in Französisch-Buchholz. In der Zeitung wird eine aggressive, rassistische Hetze verbreitet.
Quelle: Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus

08.03.2009:
Die VNNO hinterlässt rassistische Propaganda im Internet-Gästebuch der OASE Pankow des InterKULTURellen Hauses in Prenzlauer Berg.
Der Beitrag wird stark kritisiert und mit Verweis auf die interkulturelle Ausrichtung der OASE gelöscht.
Quelle: Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus

07.03.2009:
Anläßlich eines bundesweiten „Aktionstages“ des NPD veranstalten rund zehn Mitglieder des Pankower Verbands zwischen mittag und 15 Uhr einen Infostand vor dem Mühlenbergcenter nahe des S-Bahnhofes Greifswalder Straße.
Quelle: EAG

02.03.2009:
An der Glasscheibe der Eingangstür des InterKULTURellen Hauses in Prenzlauer Berg wird ein Aufkleber der NPD Berlin mit der Aufschrift „Ohne Schleimspur“ entdeckt und entfernt.
Quelle: InterKULTURelles Haus

02.03.2009:
Die Polizei hat am 2. März zwei Neonazis festgenommen. Der 19jährige Jeffrey aus Pankow und sein 20 Jahre alter „Kamerad“ aus Spandau stehen in Verdacht, einen 19jährigen aus Lichtenberg erpresst zu haben, weil er ihnen gegenüber vorgab, aus der Szene aussteigen zu wollen.

28.02.2009
Vier Unbekannte haben in der Nacht zum 28. Februar einen 44jährigen Mann wegen seiner schwarzen Hautfarbe rassistisch beleidigt. Der Vorfall ereignete sich gegen 2.30 Uhr in der Florastraße.

Morgenstunden des 25.2.2009:
Horst-Wessel und Anti-Albrecht-Höhler-Plakate werden im Gebiet um Rathaus Pankow angebracht.
Albrecht Höhler wurde bekannt durch die Tötung des Berliner SA-Führers Horst Wessel (Wikipedia).

Nacht vom 24.2. zum 25.2.2009:
Am S-Bahnhof Karow wurden in der Nacht Aufkleber der NPD, der JN und der ANBB (Autonome Nationalisten Berlin-Brandenburg) verklebt. Zudem wurden kleine Plakate mit dem Potrait von Horst Wessels im Bahnhofsgebäude angebracht. Horst Wessels, seinerseits Führer das SA-Sturmes 5, wurde vor 79 Jahren vom Antifaschist Albrecht „Ali“ Höhler angeschossen und starb kurz darauf.

24.02.2009:
In Karow werden überwiegend „Umweltschutz ist Heimatschutz“ und weitere Aufkleber der Jungen Nationaldemokraten entdeckt.

21.02.2009:
Die Pankower CDU wählt auf ihrem Kreisparteitag einen alten Bekannten zum Kassenprüfer: Bernhard Lasinski. Der ehemalige Schatzmeister des CDU-Ortsverbandes Pankow-Nord hatte sich im April 2006 an einem NPD-Aufmarsch gegen den Moscheebau in Heinersdorf beteiligt. Nach Presseberichten kam er im Mai 2006 dem Parteiausschluß durch den Austritt aus der CDU bevor. Jetzt, wo Gras über die Sache gewachsen ist, begehrte er erneut Zugang in die Partei, wurde kurzerhand wieder aufgenommen und bekam gleich Parteiämter: Vorstandsmitglied in Pankow-Nord ist er auch wieder.

06.02.2009:
In der Nacht zum Freitag sind in der Dietzgenstraße sowie in der näheren Umgebung etwa 20 Nazischmierereien angebracht worden. Darunter zahlreiche rechtsextreme Runen, Hakenkreuze, antisemitische Parolen und Anti-Antifa-Sprüche.

2.2.2009:
Unbekannte Täter schänden ein Denkmal an der Heinrich-Mann-Straße in Niederschönhausen. Passanten entdeckten die antisemitischen Schmierereien gegen 11.30 Uhr an dem Denkmal für einen 1943 ermordeten kommunistischen Journalisten und Politiker. Sie alarmierten die Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Quelle: Berliner Morgenpost 3.2.2009

23.01.2009:
In der Nacht zum Freitag werden in der Dietzgenstraße sowie in der näheren Umgebung ca. 50 Naziaufkleber (von NPD und VNNO) entdeckt und entfernt. Außerdem wurden einige rechtsextreme Schmierereien angebracht und ebenfalls entfernt.

20.01.09
Am 20. Januar 2009 gegen 18.45 Uhr wird ein alternativ gekleidetes Mädchen auf der Langhansstraße im Ortsteil Weißensee von einer Rechten bedroht. Die Frau im Nazi-Skin-Outfit bedroht das Mädchen mit ihrem Pitbull und beschimpfte sie als „Scheißzecke“.
Quelle: North-East Antifascists

11.1.2009:
Gegen 2 Uhr 15 verlassen 20 jugendliche Touristen aus Dänemark den Zug auf dem S-Bahnhof Blankenburg, nachdem sie während der Fahrt Richtung Zepernick von anderen Fahrgästen beleidigt worden waren. Auf dem S-Bahnhof Blankenburg wird einem 24-jährigen Dänen von einem 17-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Ein weiterer Angreifer erhebt seinen Arm laut Zeugenaussagen zum sogenannten „deutschen Gruß“. Die Angreifer flüchten und werden am S-Bahnhof Karow von der Bundespolizei festgenommen.
Quelle: ReachOut Berlin

Ende Dezember 2008/Anfang Januar 2009:
An einer Tür des Schulgebäudekomplexes in der Buchholzer Straße/Blankenburger Straße in Niederschönhausen wird eine Stancil „Good Night Left Side“ versprüht.

18.12.2008:
Ein vermeintlicher Antifaschist wird von Willy S., von dem er seit längerem bedroht und via. Internet nachgestellt wird, angerufen und von ihm darüber informiert, dass dieser seine Adresse wisse.

15.12.2008:
Im Umfeld des S-Bhf Schönhauser Allee tauchen Aufkleber der NPD auf.

13./14.12.2008:
In der Nacht vom 13. zum 14.12. um 1:30 Uhr grölt am Alexanderplatz eine Gruppe von vermeintlichen Fußballfans: “Kleine Titten, schwarze
Haare, Istanbul – Große titten, blonde Haare, BFC” und “Sieg Heil”.

10./11.12.2008:
In der Nacht vom 10. zum 11.12. wird in der Kopenhagener Straße Ecke Ystader Straße ein Hakenkreuz gesprüht.

7.12.2008:
Laut einem AugenzeugInnenbericht pöbelten mehrere BFC-(Nazi)Hools nach dem Fußballspiel TeBe vs. BFC an der Schönhauser Allee unter Zeckenpack-Gesängen PassantInnen an.

7.12.2008:
Nachdem ein Mann in der vergangenen Nacht in Weißensee den „Hitlergruß“ gezeigt hatte, wurde er vorläufig festgenommen. Der Angetrunkene hatte gegen 22 Uhr 10 in der Langhansstraße einen 49-jährigen Rumänen sowie dessen 32-jährigen Sohn mit ausländerfeindlichen Sprüchen beleidigt. Hierbei hob er auch den rechten Arm. Den Vater verletzte er zudem mit einem Faustschlag leicht im Gesicht. Anschließend flüchtete er in ein Lokal, wo ihn alarmierte Polizeibeamte festnahmen. Der 27-Jährige musste sich einer Blutentnahme sowie einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen und wurde im Anschluss auf freien Fuß gesetzt.

5.12.2008:
Freitag Abend fand ein Oi-Konzert in der „Böhse Onkelz Fanbar“ Neffen und Nichten statt. Laut AugenzeugInnenbericht sollen bereits am Einlass diverse Nazis mit Thor Steinar Klamotten bzw. im AN/Anti-Antifastyle aufgefallen sein. Dazwischen ein paar Punks.

5.12.2008:
Zum wiederholten Male werden rund um den Thälmannpark im Prenzlauer Berg massenhaft Flyer der „Jugend braucht Perspektive“-Nazikampagne gesteckt.

4.12.2008:
In der Nacht vom 04. zum 05. Dezember werden an der Tramstation „S-Bahnhof
Schönhauser Allee“ (stadteinwärts) die Wörter „Nationaler Widerstand“
geschmiert. Ein Antifaschist entfernte diese sofort.

1.12.2008:
Mitglieder der VNNO schmierten an eine Hauswand in Niederschönhausen neben dem Eingangsbereich zu einem Chinarestaurant „Zecken Raus“. Einige Meter weiter findet sich der Schriftzug „V.N.N.O.“ an der selben Hauswand. Außerdem wurden rund um das Restaurant Aufkleber der JN und NPD vorgefunden und so weit wie möglich entfernt.

30.11.2008:
Andy F., Diego P., David G., Alexander B. und weitere Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum sind bei einer Pälastina-Solidaritätskundgebung am Brandenburger Tor und halten Pälastinafahnen sowie Transparente und Schilder mit der Aufschrift „Schützt die Bevölkerung in Gaza vor Massenmord“. Der Veranstalter, die Pälastinensische Gemeinde Berlin, akzeptiert die Anwesenheit der Neonazis .

Am Abend waren die gleichen Nazis auf einer Veranstaltung von NPD und Freien Kräften Berlin in Lichtenberg, in Vorbereitung des Aufmarsches am 6.12.2008 und haben anwesende Journalist_innen als “Judenpresse“ beschimpft.

30.11.2008:
In der Nacht zum Sonntag entfernen Neonazis in Zentralpankow linke Aufkleber und Plakate.

29.11.2008:
Hakenkreuzschmiererein auf dem Bahnhof Karow.

23.11.2008:
Mehrere „Jugend braucht Perspektiven“ Sticker werden im Karower Wohngebiet entdeckt.

16.11.2008:
Die JN Pankow legt zum sogenannten „Heldengedenken“ einen Kranz auf einem Pankower Friedhof nieder.

15.11.2008:
Drei Antifas werden in Weißensee von sieben Neonazis angegriffen. Sie können unverletzt fliehen. Unmittelbar vor der „Kein Kiez für Nazis“-Demo in Pankow verkleben Nazis in der Blankenburger Straße Massen von Aufklebern, die sich vor allem gegen den Kurt-Lade-Klub richten. Die Aufkleber werden zum größten Teil während der Demo wieder entfernt. Im Umfeld der Antifa-Demo in Pankow sind 15 Neonazis unterwegs. Die Gruppe, zu der unter anderem Andy F. gehört, lauert Linken im Bürgerpark auf.

Woche vom 10.11.2008 – 16.11.2008:
Verstärkt kommt es – über die Woche verteilt – in Berlin-Niederschönhausen zu weiteren Klebeaktionen für „Jugend braucht Perspektiven“. Einige überklebte Aufkleber werden durch Unbekannte wieder überklebt bzw. freigelegt.
Einige Plakate zu dieser Aktion werden durch handschriftlich verfasste Flugblätter ersetzt. Selbige enthalten sehr viele orthographische Fehler.

11.11.2008 :
In Pankow tauchen mehrere Aufkleber der “Autonomen Nationalisten Berlin // Brandenburg” auf.

11.11.2008 :
Ein Mann und sein Sohn werden im Prenzlauer Berg von einem älterem Mann ausländerfeindlich beleidigt. Der Unbekannte greift Vater und Sohn unvermittelt verbal an.

09.11.2008 :
In der Tramhaltestelle Schönhauser wurde erneut „Juden raus“ geschmiert. Der Schriftzug wurde unverzüglich entfernt.

09.11.2008 :
In die Fensterscheiben eines Geschäfts in der Parkstraße im Ortsteil Weißensee werden elf Hakenkreuze geritzt. Die Symbole werden unkenntlich gemacht, dem Inhaber entsteht ein Schaden von mehreren tausend Euro.

09.11.2008 :
Vier Jugendliche versuchen am Nachmittag vor dem Extra-Einkaufsmarkt in der Hermann-Hesse-Straße ein ca. 10 Meter großes Hakenkreuz aus Einkaufswagen zusammenzuschieben. Danach füllen sie die Wagen mit Laubblättern und versuchen, sie in Brand zu setzten. Ein Zeuge verständigt die Polizei, und berichtet, dass die Täter_innen sich zwischen Bäumen auf der gegenüberliegenden Straßenseite verstecken. Die eintreffenden Polizei unternimmt unter dem Vorwand, nicht genug Einsatzkräfte parat zu haben nichts.

08.11.2008 :
Auf dem Weg zu einem Infostand der NPD-Pankow in Weißensee (Beitrag folgt) entfernen Nazis Aufkleber (für die Antifa-Demo 15.11.2008) in der Florastraße und die Plakate an der Litfaßsäule des Unabhängigen Jugendzentrums Pankow.

08.11.2008 :
In der Tramhaltestelle Schönhauser wurde „Juden raus“ geschmiert. Der Schriftzug wurde entfernt.

07.11.2008 :
An der Tram-Haltestelle am S-und U-Bahnhof Pankow (Richtung Niederschönhausen) wird auf einem Sitz der Schriftzug: “Juden Raus” in roter Farbe entdeckt.

06.11.2008 :
Im Umfeld des S-Bahnhof Schönhauser Allee entfernen Neonazis Antifa-Aufkleber und ersetzten sie durch Aufkleber für einen Naziaufmarsch im Dezember.

04.11. 2008 :
Ein alternativer Jugendlicher wird von Martin S. und einem weiteren Neonazi bedroht. Die beiden verfolgen den Jugendlichen auf dem S-Bahnhof Pankow und versuchen später, ihm am S-Bhf Karow am Aussteigen aus der Bahn zu hindern und ihn zu fotografieren. Stelter und sein Begleiter verfolgen anschließend den Jugendlichen durch Karow.

3.11.2008 :
Heute wurden an mehreren Häuserwänden in der Pankower Florastraße Schmierereien mit Sprüchen wie „Zecken Raus!“ , „Juden Raus“ , „Sieg Heil“ und vereinzelt auch Hakenkreuze vorgefunden. Zudem befand sich das Kürzel der „Vereinten Nationalisten Nordost“ (VNNO) sowie der „Autonomen Nationalisten Berlin“ (ANB) unter einigen Schmierereien.

3.11.2008 :
In Niederschönhausen wurden in den Morgenstunden Aufkleber der Kampagne „Jugend braucht Perspektiven“ in der Umgebung von Schulen verklebt, vorgefunden und entfernt.

Zweite Herbstferienwoche (Ende Oktober) 2008
In der zweiten Ferienwoche gibt es auf dem S-Bhf Pankow einen Naziübergriff. Mehrere Nazis beschimfen eine Gruppe Jugendlicher (unter denen sich mehrere Migrant_innen befinden). Als diese in die S-Bahn einsteigen bewerfen die Neonazis sie mit Flaschen.

31.10.2008 :
Der Neonazi Andy F. verfolgt am frühen Nachmittag am Pankower Rathauscenter zwei Antifaschisten. Am frühen Abend ziehen zwei vermummte Neonazis durch Pankow und reißen Antifa-Plakate (unter anderem vor dem Jugendklub JUP) ab.

30.10.2008 :
Am S/U – Schönhauser Allee brüllt ein Mann homophobe Parolen, darunter „Tötet den tuntigen Bürgermeister!“. Schließlich fordert er: „Tötet die Roten- Tempelhof bleibt, wir sind da!“.

29.10.2008 :
In der Kissingenstraße kleben etliche JN Aufkleber – beherzte Anwohner_innen entfernen diese.

28.10.2008 :
In der Nacht zum Dienstag wurde ein alternativer Jugendlicher in der Pappelallee von einem Pankower Neonazi angegriffen. Der Neonazi versuchte, den Jugendlichen mit einem Teleskopschlagstock zu verletzen.

25.10.2008 :
Am 25.10.2008 verkleben zwei Personen gegen 19:00 Aufkleber für die “Jugend braucht Perspektiven” – Kampagne am Kurt-Lade-Club, auf dem Gelände des Clubs, in der Grabbeallee und der Friedrich-Engels-Str. rund um den Pastor-Niemöller-Platz.

25.10.2008 :
7 Neonazis, darunter Mitglieder der VNNO, betreuen einen NPD-Stand vor dem S-Bahnhof Buch und verteilen u.a. Flyer für die „Jugend braucht Perspektiven“ – Kampagne im Dezember.

18.10.2008 :
Ecke Prenzlauer Allee/Danziger Straße werden kleine Plakate der Republikaner mit dem Inhalt „Für Schwaben“ geklebt. Selbige Plakate waren schon vorher in der Thulestraße sowie der Wisbyerstraße geklebt worden.

16.10.2008 :
Unter die rund 200 Demonstrant_innen der Antimoscheekundgebung der ipahb anläßlich der Eröffnung des islamischen Gotteshauses in Heinersdorf mischen sich auch rund 20 Neonazis. Dabei sind u.a. Andy F., Patrick K., Mirko T., Lars K., Daniel S., Patrick F., Vicky S., Robert S. und die NPD-Funktionärin Gesine Hennrich.

11./12.10. 2008 :
Am Wochenende werden im Berliner Nordosten hunderte Aufkleber durch VNNO-Aktivisten verklebt, in denen sich mit vier Neonazis aus Österreich, welche derzeit einen Gerichtsprozess durchlaufen solidarisiert wird.

5./6.10. 2008 :
In der Nacht auf den 6.10. wird ein Fenster einer Privatwohnung eines vermeintlichen Antifaschisten in Niederschönhausen mit Steinen beworfen.

15.9.2008 :
In der Nacht zum Sonntag grölt eine Gruppe Betrunkener am U-Bahnhof Vinetastraße „Schlagt sie tot, schlagt sie tot, schlagt die Kommunisten tot.“ Hierbei handelt es sich um den Refrain eines Liedes der verbotenen Neonaziband Landser.

13.9.2008 :
Auf einem Fest der Freiwilligen Feierwehr am Stiftsweg sammeln sich auch dutzende „Sieg Heil“ grölende Neonazis. Bei einem darauf folgenden Polizeieinsatz werden Flaschen geworfen.

13.9.2008 :
Nachdem im letzten Jahr die Pankower NPD offiziell nicht auf dem „Pankefest“ auf dem Anger in der Breiten Straße vertreten war, ist sie dieses Jahr mit einem eigenen Stand im Fest integriert. Mit der Standbetreuung beschäftigt sind etwa einem Dutzend Neonazis der NPD sowie der VNNO.

5.9.2008 :
In der Straßenbahnhaltestelle der Schönhauser Allee stehen erneut die Worte „Juden raus“ geschrieben.

01.09.2008 :
In der Nacht auf den Montag werden in Niederschönhausen und vor mehreren Pankower Schulen, darunter dem Rosa-Luxemburg- und dem Max-Delbrück-Gymnasium Plakate für die neonazistische „Jugend braucht Perspektiven“-Kampagne geklebt.




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